Energie & Umwelt

Umweltministerium kritisiert Prognose für Anstieg der EEG-Umlage

Laut dem Bundesumweltministerium BMU ergibt die Prognose der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) zur EEG-Umlage kein realistisches Bild. Grund sei die Einberechnung unklarer Sonderfaktoren, wie die Liquiditätsreserve. Zudem wäre der zugrunde gelegte Anstieg der Strommenge aus Erneuerbaren Energie deutlich zu hoch angelegt worden, was die Kalkulation ebenfalls negativ verzerren würde. Statt einem Anstieg von 100 TWh in 2011 auf 144 TWh in 2013 sei vielmehr ein Wert von 125 TWh zu erwarten.

Die von den Übertragungsnetzbetreibern am Dienstag vorgelegte Prognose eines möglichen Anstiegs der EEG-Umlage auf 3,66 bis 4,74 ct/kWh liegt an der obersten Grenze der zugrunde gelegten Berechnungen und falle vermutlich deutlich zu hoch aus. Vielmehr dürfte die EEG-Umlage in den nächsten beiden Jahren relativ stabil bleiben oder höchstens geringfügig ansteigen. Dies zeige auch der Rückblick auf das Vorjahr: 2010 hatten die ÜNB für das Jahr 2012 eine Umlage zwischen 3,4 und 4,4 ct/kWh prognostiziert. Die tatsächliche Entwicklung von 3,59 ct/kWh lag dann am unteren Rand der Prognose.

Ferner stellt das BMU fest: Die Bundesregierung wird die Entwicklung der Erneuerbaren Energien weiter sorgfältig beobachten und gegebenenfalls nachsteuern. Zweck des EEG ist die Markteinführung und keine Dauersubvention. Auch wenn die Bürgerinnen und Bürger bereit sind, für den Ausbau der Erneuerbaren Energien einen Beitrag zu leisten, sollen die Kosten im Griff behalten werden. Die Bürgerinnen und Bürger werden vom Ausbau der erneuerbaren Energien und von der Energiewende nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch profitieren.
 

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