Panorama

Universelle hochwirksame Alternative zur Grippeimpfung

Weltweit erkranken jährlich drei bis fünf Millionen Menschen an der saisonalen Grippe, 250.000 bis 500.000 sterben daran. Am Health Science Center der University of Texas wurde nun eine Alternative zur Grippeimpfung entwickelt, die mehrere Vorteile vereint: Sie ist gegen alle Grippeviren wirksam und kann auch selbst nach bereits erfolgter Infektion den Krankheitsverlauf zumindest noch abmildern. Der Ansatz der Forscher beruht darauf, im Lungengewebe spezielle Immunzellen, sogenannte alveolare Makrophagen (=Fresszellen), mit einem speziellen Botenstoff (dem Wachstumsfaktor GM-CSF) gezielt um das Fünf- bis Zehnfache zu vermehren und zu aktivieren. Diese Immunzellen können auch Viren fressen und schützen dadurch vor einer Grippeinfektion. Das Mittel kann dabei durch Inhalation verabreicht werden. An Tierversuchen mit Mäusen (unter anderem mit A H1N1, dem Erreger der Schweinegrippe) hat sich das Mittel bereits eindrucksvoll bestätigt: Sämtliche Mäuse überlebten, während die zur Kontrolle infizierten normalen Mäuse alle nach einigen Tagen an der Infektion starben. Damit wurde ein vollständiger Infektionsschutz bestätigt. Bisherige Impfungen gegen Grippe müssen jährlich erfolgen und wirken auch nur gegen die für den Impfstoff ausgewählten Virustypen. GM-CSF-Präparate haben sich bereits als gut verträglich erwiesen. Daher könnten klinische Studien zum Grippeschutz schon bald beginnen, allerdings wird die Entwicklung dennoch noch einige Jahre dauern.
 

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