Wirtschaft

Unternehmensinsolvenzen 2011 so gering wie noch nie zuvor

Der Schaden der Gläubiger aus Unternehmenspleiten war 2011 so gering wie noch nie seit Bestehen der Insolvenzordnung (1999). Laut der Wirtschaftsauskunftei Creditreform ist die Zahl der Firmenpleiten dieses Jahr von 32.060 auf 30.200 zurückgegangen (-5,8%). Der daraus entstandene Schaden ging weitaus deutlicher um 27,4% auf 23,3 Milliarden Euro zurück. Grund sei vor allem die gute wirtschaftliche Lage in diesem Jahr. Der Negativrekord war mit 78,9 Milliarden Euro im Krisenjahr 2009 aufgestellt worden.

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen sank ebenfalls von 109.960 auf heuer 103.200. Der private Gläubigerschutz hätte sich somit als „Massenphänomen“ etabliert. Die Möglichkeit für Verbraucherinsolvenzen wurde mit der Insolvenzordnung 1999 geschaffen und seitdem 800.000-mal genutzt.

Dabei ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Ostdeutschland erstmals niedriger als in Westdeutschland. Die Insolvenzquote im Osten hat sich seit 2002 halbiert und beträgt nun 94 Fälle je 10.000 Unternehmen (im Westen: 97:10.000). Laut Creditreform komme darin „ein jahrelanger Ausleseprozess zum Ausdruck, der nicht überlebensfähige Betriebe aussortierte“.
 

 

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