Management

Unternehmensnachfolge rechtzeitig regeln

Die Unternehmensnachfolge stellt KMU vor Herausforderungen. Einer Schätzung des Institus für Mittelstandsforschung (IfM) wird es zwischen 2014 und 2018 in Deutschland rund 135.000 Unternehmensnachfolgen geben. Mit anderen Worten 27.000 – pro Jahr! Arbeiten bis zum Umfallen wollen nur die wenigsten Chefs. Und selbst wenn, würde sich spätestens dann die Frage nach der geeigneten Unternehmensnachfolge erneut stellen. Denn nicht immer stellen sich Familienmitglieder dieser Herausforderung.

Die Frage wird zunehmend akut

Unternehmensnachfolge, Boot, Fischerei
Unternehmensnachfolge regeln: je früher, desto besser! (Bild: Dakota Roos / unsplash.com)

Zumindest für mittelständische Unternehmen der Industrie und des Handels. Das zeigen Ergebnisse einer Umfrage zur Unternehmensnachfolge, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) im November 2014 veröffentlichte. „Im Jahr 2013 verzeichneten die Industrie- und Handelskammern erstmals mehr übergabewillige Altinhaber als Juniorunternehmer“, fasst DIHK-Präsident Eric Schweitzer die Resultate des  Reports zusammen: „Noch nie gab es so viele Seniorunternehmer und so wenige mögliche Nachfolger“, so Schweitzer weiter.

Mehr als rein betriebswirtschaftliche Fragen

Jeder Unternehmer steht irgendwann vor der Frage, was aus seinem Betrieb werden soll, wenn er mal nicht mehr selbst am Steuer sitzen kann. Wer zu spät handelt, riskiert unter Umständen, dass sein Lebenswerk nicht weiter besteht und – je nach Unternehmensgröße – nicht nur im Alter die eigene Existenz gefährdet ist, sondern auch die der Mitarbeiter. Das wissen auch die Experten und Steuerberater der GTK Steuerberatungsgesellschaft.* Immerhin zehn Prozent aller Insolvenzen in Deutschland sind auf eine fehlende oder schlecht geplante Nachfolgeregelung zurückzuführen. Betroffen sind davon jährlich rund 400.000 Mitarbeiter. Für Thomas Klaiber, Diplom-Betriebswirt und Fachberater für Unternehmensnachfolge bei der GTK Anlass genug, dass sich Unternehmer frühzeitig mit dem Thema auseinandersetzen: „Es geht um weit mehr als rein betriebswirtschaftliche Fragen“, so Klaiber. Neben dem Betrieblichen gehe es vor allem:

  • um Fragen der Altersversorgung,
  • den Familienfrieden,
  • vorhandene Kunden-, Lieferanten- und Netzwerkbeziehungen in- und außerhalb des Unternehmens,
  • um die eigenen Träume, Pläne und Visionen.

Unternehmensnachfolge verdrängen? Verständlich, aber gefährlich!

Klaiber weiß, dass viele Unternehmer Fragen der eigenen Nachfolge gerne verdrängen, gerne auch mit dem Argument, dass ja noch viel Zeit sei: „Was menschlich verständlich ist, kann aber gefährlich werden“, warnt er. Nicht nur aus Altersgründen müssten schließlich Unternehmen aufgegeben oder übertragen werden, manchmal auch wegen Unfall oder Krankheit. „Einen Plan im Kopf und für andere nachvollziehbar in der Schublade zu haben, kann Existenzen sichern. Nachfolgeregelungen sind ein wesentlicher Teil der Unternehmensstrategie und zunehmend auch wichtig für Kreditvergaben und andere Finanzierungen“, mahnt Klaiber. Wer in Sachen Unternehmensnachfolge einen Plan vorlegen könne, beweise langfristiges und strategisches Denken und könne sich sogar Wettbewerbsvorteile sichern.

Über die GTK:

Die GINSTER • THEIS • KLEIN & PARTNER mbB, kurz GTK, gehört zu den größeren Steuerberaterkanzleien im Rheinland. Um betriebswirtschaftliche, persönliche, familiäre, steuerliche und gesellschaftliche Aspekte einer gut geplanten Unternehmensnachfolge zu beleuchten lädt die Kanzlei im September 2015 zu einem Infoabend ein. Weitere Informationen zur GTK beziehungsweise zum Infoabend finden am Thema Interessierte im Internet unter: www.gtk-steuern.de

Christoph Schroeder

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