Wirtschaft

US-Marktaufsicht reicht Klage gegen Ölhändler wegen Marktmanipulation ein

Die Preisexplosion des Erdöls Anfang 2008 war ein abgekartetes Spiel einiger einflussreicher Ölhändler – das ist die Meinung der US-Marktaufsicht CFTC, die jetzt Klage gegen die „kriminellen Preistreiber“ eingereicht hat. Ölhändlern aus den USA, Großbritannien, der Schweiz und Australien hätten in einem abgekarteten Spiel die Ölpreise an der New Yorker Rohstoffbörse NYMEX durch Manipulationen auf mehr als 100 Dollar pro Fass hochgetrieben. Während die Händler am wichtigen US-Ölumschlagplatz Cushing in Oklahoma massenweise Rohöl aufkauften und damit den Preis in die Höhe trieben, hätten sie parallel an der New Yorker Börse Wetten auf steigende Ölpreise abgeschlossen. Dann hätten sie das „Spiel“ umgedreht, das Öl auf einen Rutsch wieder verkauft und davor Wetten auf fallende Preise abgeschlossen. Den beteiligten Händlern droht nun eine Strafe über insgesamt 200 Millionen Dollar.

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