Energie & Umwelt

USA wollen Erdölimporte um ein Drittel reduzieren

US-Präsident Barack Obama will die Abhängigkeit der USA von ausländischem Öl deutlich reduzieren. Binnen zehn Jahren soll der Ölimport um ein Drittel gekürzt werden. Das Vorhaben sei Teil einer „Blaupause für eine sichere Energiezukunft“. Grund sei die über die nächsten Jahre zu erwartende Teuerung aufgrund des Nachfrageanstiegs durch die boomenden Schwellenländer, sowie die Unberechenbarkeit des Ölpreises, wie derzeit durch die Krisen in Nordafrika und im Mittleren Osten ausgelöst. Die USA würden, so Obama, um die Gefahren ihrer Ölabhängigkeit seit Jahrzehnten wissen, ohne allerdings bislang etwas dagegen unternommen zu haben. Dieses müsse sich nun ändern: „Die USA können es sich nicht leisten, ihren langfristigen Wohlstand und ihre Sicherheit auf eine Ressource zu setzen, die irgendwann ausgehen wird.“ Die „Blaupause für eine sichere Energiezukunft“ sieht unter anderem vor, mehr Elektroautos zu produzieren, LKWs auf Gas umzurüsten, neue Raffinerien für Biokraftstoffe zu bauen und neue Obergrenzen für den Benzinverbrauch von Fahrzeugen einzuführen. Zudem soll die inländische Ölförderung gesteigert werden, dazu gehören auch Bohrungen in der Tiefsee. Dabei sei aus den Erfahrungen der verheerenden Ölpest im Golf von Mexiko 2010 gelernt worden. „Was wir von der Katastrophe gelernt haben, half uns, klügere Standards für Sicherheit und Verantwortung festzulegen.“ Zugleich kündigte Obama an, die Stromgewinnung in den USA bis 2035 zu 80 Prozent auf „saubere Energien“ umstellen, wozu er auch weiterhin die Atomkraft zählt. Die Atomkraft verfüge laut Obama über ein „großes Potenzial“, um die klimafreundliche Energieproduktion der USA zu steigern. Die Ergebnisse einer „umfassenden Sicherheitsüberprüfung“ der Atommeiler sollen dann „in die Planung und den Bau der nächsten Generation der Kraftwerke“ einfließen

 

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