Energie & Umwelt

Vattenfall will Entschädigung für seine AKW Krümmel und Brunsbüttel

Der schwedische Energiekonzern Vattenfall verlangt für sein deutsches Atomgeschäft aufgrund der nun beschlossenen Ausstiegspläne eine „faire Entschädigung“ – gegebenenfalls sei eine Klage möglich. Vattenfall betreibt die Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel und ist damit einer der vier Energieriesen, die zusammen rund 80 Prozent des deutschen Strommarktes beherrschen (zusammen mit Eon, RWE und EnBW). Vattenfall verlangt, dass sein Pannen- und Problemmeiler Krümmel, der seit 2007 nahezu permanent stillsteht, „mit Blick auf die Reststrommengen zeitlich und mengenmäßig nicht schlechter als andere neuere Kernkraftwerke gestellt werden“ dürfe. Der Energiekonzern habe mittlerweile rund 700 Millionen Euro in die beiden AKW investiert, um ein Wiederanfahren zu ermöglichen. Nach den derzeitigen Plänen bliebe das Pannen-AKW ebenso wie die sieben ältesten und unsichersten AKW dauerhaft vom Netz abgeschaltet, da sie die notwendigen Sicherheitskriterien nicht erfüllen. Vattenfall-Chef Løseth: „Wir haben natürlich all die Investitionen in unsere Reaktoren in dem Glauben getätigt, dass sie wieder angefahren werden.“ Er bekräftigte jedoch auch, dass Deutschland auch nach der Energiewende ein „Kernmarkt“ für Vattenfall mit unverändert hohen Investitionen in den kommenden fünf Jahren bleiben werde. Krümmel ist mit einer Nettoleistung von 1.346 Megawatt der leistungsstärkste Siedewasserreaktor der Welt. Die Katastrophenreaktoren in Fukushima-1 sind ebenfalls Siedewasserreaktoren.

 

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