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Vereinen, nicht trennen!

… aus der wöchentlichen Kolumne rund um "Spiritualität & Business" von Hans-Jürgen Krieg.

Wenn ich mir die Prozesse zur Herstellung von Produkten und Waren anschaue, fällt mir auf, dass dabei überall viele Rohstoffe und Energie verbraucht und Abfälle erzeugt werden. Um im Wohlstand zu leben, zerstören und zersetzen wir die Umwelt und belasten die Natur mit Abgasen. Ähnliches gilt im übertragenen Sinne auch für unser Zusammenleben. Der Preis, den wir für unseren Lebenskomfort bezahlen, ist extrem hoch. Wir leben zu Lasten unserer Zukunft und Kinder. Wieso machen wir das? Können wir daran etwas ändern? Kann jeder von uns etwas zur Änderung beitragen? Oder geht es einfach nicht anders? Müssen wir, um angenehm leben zu können, den Ast absägen auf dem wir sitzen?

Die Natur macht uns vor, dass es auch anders geht. Sie erschafft Neues, ohne dass nicht verwendbare Müllberge übrig bleiben. Sie reinigt, wandelt um und bereitet alles so auf, dass es in geschlossenen Kreisläufen wieder verwendet werden kann. Im Vergleich mit der Natur wirkt das, was wir Menschen bewerkstelligen, anfängerhaft, eher wie Stümperei. Warum ist das so? Ist die Natur schlauer, als wir Menschen? Worin liegen die Unterschiede im Vorgehen?

Das Thema beschäftigt mich schon lange. Vor kurzem bin ich auf einen Aspekt gestoßen, der mir so nicht bewusst war. Alles, was wir Menschen machen, baut auf dem Prinzip der Trennung auf. Wir Menschen meinen, dass die Welt ein riesiger Legobaukasten ist, bei dem die Teilchen aufwändig getrennt und anschließend wieder mühsam zusammengefügt werden müssen. Die Natur lebt ein anderes Verständnis von Sein. Ihre Intension ist nicht die Trennung, sondern das Zusammenfügen, die Vereinigung. Die Natur geht offensichtlich nicht davon aus, dass alles getrennt voneinander existiert. Ganz im Gegenteil. Sie nutzt eine den Dingen innewohnende vereinigende Kraft aus. Das können wir Menschen schon deshalb nicht tun, weil wir die Existenz einer solchen Kraft kategorisch ablehnen. Bewerten Sie selbst, wer hier der wahre Meister ist.

Vereinen, nicht trennen, lautet offensichtlich eine Botschaft, die wir Menschen lernen sollen. Das Ganze im Blick haben, und nicht immer nur die Teile und ihre Eigenschaften sehen. Nicht das Trennende in den Mittelpunkt stellen, sondern das Verbindende wahrnehmen und nutzen. Nicht die Fehler und das Andersartige anprangern, sondern das Gemeinsame, die Zusammenhänge suchen. Das gilt für neue Produkte genauso, wie für unser Zusammenleben, unsere Beziehungen. Es gibt offensichtlich eine Kraft in der Welt, die vereinigen, zusammenfügen will. Die Natur baut auf diese Kraft. Es wird höchste Zeit, dass auch wir Menschen diese Kraft anerkennen und sie zu nutzen verstehen. Wenn jeder Einzelne in seinem Bereich nicht immer nur das Trennende verteufelt, sondern in erster Linie das Verbindende in den Mittelpunkt seines Denkens und Handelns stellt, wird die Welt bald besser aussehen. Davon bin ich überzeugt.

Ihr Hans-Jürgen Krieg

 

P.S.: Die Zusammenhänge rund um den Fluss der inneren Quelle bilden den Mittelpunkt meines neuen Buchs. Es trägt den Titel „Der kleine Igel und der Fluss der innen Quelle“ und ist ausschließlich bei mir erhältlich. Weitere Infos finden Sie unter www.der-kleine-igel.de.

 

Über den Autor

Hans-Jürgen Krieg ist Autor der Buchserie „Der kleine Igel“. Er coacht Unternehmen und Personen im Hinblick auf die praktische Nutzung ihrer spirituellen Potenziale. Mit seinem tiefgreifenden Verständnis für die Zusammenhänge des Lebens und seiner über 30 Jahren Erfahrungen im Geschäftsleben unterstützt er die Beteiligten beim Bau von Brücken, mit denen sie die reale Welt mit ihrer „inneren Quelle“ verbinden.

Weitere Informationen finden Sie auf dem AGITANO-Expertenprofil und unter www.ifef.de.

 

 

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