Wirtschaft

Vergleich der Arbeitskosten und der Arbeitszeit in der EU – Bulgarien und Rumänien legen am stärksten zu

Die europäische Statistikbehörde Eurostat hat den Anstieg der Arbeitskosten innerhalb der EU offengelegt. Demnach stiegen die Arbeitskosten pro Stunde im Euroraum im vierten Quartal 2011 im Jahresvergleich um 2,8%. Die Löhne und Gehälter stiegen dabei um 2,5% pro Stunde, die Lohnnebenkosten um 3,5%. Innerhalb der EU-27 legten die Arbeitskosten um 2,7%, die Löhne und Gehälter stiegen dabei um 2,6%, die Lohnnebenkosten um 3,5%.

Die stärksten Anstiege verzeichneten dabei Bulgarien (12,6%), Rumänien (8,6%) sowie Estland (7,2), gefolgt von Ungarn (6,6%), Slowakei und Lettland (je 4,4%), Luxemburg (4,1%), Malta (4,0%), Österreich und Polen (je 3,9%), Deutschland (3,6%), Litauen (3,5%), Frankreich (3,4%), Finnland (3,3%), Schweden, Spanien und Dänemark (je 2,9%), Belgien (2,7%), Italien und Tschechien (je 2,3%), Großbritannien (2,1%), Zypern (1,8%) und die Niederlande (1,3%). Zurück gingen die Arbeitskosten in Slowenien (-0,3%), sowie in Portugal und Irland (je -1,7%). Zu Griechenland liegen noch keine Zahlen vor.

Das Pariser Wirtschaftsforschungsinstitut Coe-Rexecode hatte kürzlich eine weitere interessante Statistik ins Feld geführt: Demnach arbeitete man 2010 in Rumänien mit 2.095 Stunden im Jahr am meisten, vor Ungarn (2.021), Griechenland (1.971), Deutschland (1.904), Großbritannien (1.856), Italien (1.813), Spanien (1.798), Frankreich (1.679), am wenigsten in Finnland mit 1.670 Stunden. Selbständige arbeiten allerdings deutlich länger, in Deutschland sind das im Schnitt 2.459 Stunden pro Jahr. Dies wird innerhalb der EU nur von den österreichischen Selbstständigen mit 2.551 Stunden im Jahr übertroffen.

Bei der Lebensarbeitszeit sieht es etwas anders aus: Der Mittelwert für die EU-27 liegt bei 34,5 Jahren, 1,6 Jahre mehr als im Jahr 2000. Am längsten arbeiten die Schweden mit rund 40,1 Jahren. Deutschland liegt mit 36,8 Jahren (+2,5 Jahre gegenüber dem Jahr 2000) um 2,3 Jahre über dem EU-Mittel. Die Ungarn arbeiten dabei am kürzesten innerhalb der EU, die Lebensarbeitszeit beträgt hier im Schnitt 29,3 Jahre.
(mb)

 

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