Finanzmarkt

Vermögenswerte: Mit Gold glänzen

Gold als einer der wichtigsten Vermögenswerte. Metaphorisch umgesetzt in Apples iPhone 5s.

In Zeiten, in denen sich Finanzprodukte vor allem durch Volatilität gekennzeichnet sind, bauen viele Anleger auf andere Vermögenswerte. Darunter Rohstoffe, wie zum Beispiel das Gold. Vor allem vom Handel mit diesem versprechen sich viele hohe Gewinnen. Im Folgenden geben wir einen Überblick, auf was dabei zu achten ist.

Gold zurzeit sehr hoch wertgeschätzt

Vielleicht gilt das iPhone unter anderem deshalb als Apples Lizenz zum Geld drucken, weil die Designer auf die Idee gekommen sind, ihren Topseller auch in der Farbe Gold anzubieten. Der glänzende Rohstoff gilt zurzeit als einer der beliebtesten Vermögenswerte. Das zeigt sich unter anderem an der Entwicklung der Goldreserven des Eurosystems.* Binnen zehn Jahre hat sich dieser von gut 176 Milliarden in 2006 auf mittlerweile über 400 Milliarden erhöht. Mit Gold handeln und damit Vermögenswerte aufzubauen, ist aus Sicht vieler Anleger aus mehreren Gründen aktuell attraktiv:

  1. Die derzeitige Nachfrage übersteigt das Angebot.
  2. Aufgrund von 1. kennt der Goldkurs zurzeit nur eine Richtung: nach oben.
  3. Die aktuell in vielen europäischen Volkswirtschaften diskutierten Krisen werden den Anstieg weiterhin begünstigen.
  4. Gold ist aufgrund von 1. bis 3. zurzeit als so genannter Fluchtwert sehr beliebt.

Vermögenswerte erfolgreich aufbauen? Darauf kommt es an!

Wer nun jedoch glaubt, dass es lediglich des Kaufs von „ein paar Barren Gold“ bedarf, um sein Vermögen zu mehren, der benimmt sich wie der sprichwörtliche Esel, der sich bekanntermaßen dann auf das Glatteis wagt, wenn er sich besonders wohl fühlt. Oder, um es deutlicher zu formulieren: Wer seine Vermögenswerte durch die Investition in Gold steigern möchte, der sollte folgende drei Dinge beachten.

1. Gold nur bei vertrauenswürdigen Quellen handeln

Gold kann man via CFD Broker auch an der Börse handeln. Wer das macht, sollte bei der Wahl des Online-Händlers gewisse Qualitätskriterien berücksichtigen. Unter anderem, ob zum Beispiel zunächst ein Demo-Konto zur Verfügung steht, um sich in diesem Prozess überhaupt erst einmal einarbeiten zu können.

2. Auch in andere Rohstoffe investieren

Niemand sollte beim Aufbau seiner Vermögenswerte alles auf nur eine einzige Karte setzen. Diese bittere Erfahrung machten zum Beispiel Aktionäre, die in ihrem Portfolio ausschließlich das Wertpapier eines Telekommunikationsanbieters hüteten. Wie „gut“ die Wertpapierinhaber mit dieser „Strategie“ damals gefahren sind ist inzwischen hinlänglich bekannt. Genauso verhält es sich mit dem Handel von Rohstoffen. Nur eine einzige Ressource zu handeln ist äußerst riskant. Denken Sie beispielsweise auch über den Handel mit Silber, Kupfer oder Öl nach.

3. Die Kursentwicklung stets prüfen und vergleichen

Niemand kommt zu etwas, wenn er andere einfach machen lässt. So würde kein Unternehmer auf die Idee kommen niemals seine Finanzen zu prüfen. Klar sollte er seiner Belegschaft vertrauen, aber hin und wieder muss auch einmal kontrolliert, ob und wie viel die einzelnen Kollegen liefern. Ansonsten würde und sein Unternehmen pleite gehen. Genauso ist es beim Thema Vermögenswerte. Wer sein Geld einfach irgendwo parkt und darauf vertraut, dass es der Markt schon alles regelt, der kann nach einiger Zeit sein blaues Wunder erleben. Kursentwicklungen sind stets zu überprüfen. Das geht heutzutage vergleichsweise unkompliziert, zum Beispiel auf Fachportalen wie finanzen.net oder die Online-Präsenz der Börsen.

* Vgl.: „Goldreserven des Eurosystems von 1999 bis zum 1. Halbjahr 2016 (in Millionen Euro)“, zuletzt abgerufen am 07.09.2016 unter folgendem Kurzlink: http://bit.ly/2cCcw7A

Christoph Schroeder

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