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Vernetzung ohne Ende – Das Internet der Zukunft

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Sie werden sich noch wundern! Dieses Versprechen ist keineswegs übertrieben, wenn man die digitale Entwicklung genau unter die Lupe nimmt. Das Internet of Things ist allgegenwärtig. Mittlerweile liefern uns Armbänder einen genauen Überblick über unsere sämtlichen Körperfunktionen, unser zu Hause lässt sich von unterwegs beheizen und unser Kühlschrank sagt uns, was wir einkaufen müssen. Doch wohin führt diese Entwicklung? Wir zeigen Ihnen ein paar Beispiele, wie die nahe und ferne Zukunft aussehen könnte.

Vernetzung in allen Bereichen

Experten sind sich sicher: Der nächste große Trend wird das Commerce of things. In naher Zukunft werden immer mehr Geräte mit dem Internet verbunden sein. Kameras, Kühlschränke, Medikamentenverpackungen oder Windeln werden mit Computerchips ausgestattet sein, welche die jeweiligen Produkte selbstständig nachbestellen. Amazon hat bereits einen Button auf einer Windelverpackung integriert – diesen muss der Verbraucher nur einmal drücken, um Nachschub zu ordern.

Doch nicht nur der Bestellprozess wird automatisiert. Die vernetzten Gegenstände werden außerdem mit uns kommunizieren – die Medikamentenverpackung wird uns daran erinnern, die Medizin auch einzunehmen und unser Kühlschrank wird uns eine E-Mail schreiben, wenn die Milch alle ist – oder er bestellt gleich selbstständig neue.

Die Gedanken sind frei? Nicht mehr lange!

Es ist nur eine Frage der Zeit, dann fahren unsere Fahrzeuge autonom und unser zu Hause erledigt alle anfallenden Aufgaben nur durch Sprachbefehl. Das Internet wird zu unserer Lebensgrundlage! Das Ausmaß der möglichen Vernetzung ist scheinbar unbegrenzt. Es gibt bereits zahlreiche Smartbands, die unsere Körperfunktionen überwachen – da erscheint es nicht unwahrscheinlich, dass diese in nicht allzu ferner Zukunft auch sämtliche biochemischen und emotionalen Vorgänge erkennen und interpretieren. Die mit uns vernetzten Gegenstände können dann analysieren – oder zumindest die Wahrscheinlichkeit dazu berechnen – was wir denken und fühlen. Unser Bett kann uns aus einem schlechten Traum aufwecken. Unser Wohnzimmer erkennt, dass wir schlechte Laune haben oder gestresst sind und reagiert beispielsweise mit dem Abspielen unserer Lieblingsplaylist.

Internet versus Mensch: Künstliche Intelligenz

Computer sind schon lange mehr als die reine Zusammensetzung verschiedener Teile. Wie weit die Entwicklung bereits vorangeschritten ist, zeigt eine künstliche Intelligenz namens Watson.

Ein Landmaschinenhersteller in Mannheim arbeitet in einem Pilotprojekt mit Watson zusammen. Als eine Maschine des Herstellers – und mit ihr ein ganzes Produktionsfließband – stillsteht, zeigt Watson, was er kann. Ein Mitarbeiter fotografiert die defekte Maschine mit einem Tablet und schickt das Foto an Watson. Die künstliche Intelligenz erkennt sofort, um welche Maschine es sich handelt und analysiert in Echtzeit Wartungs- und Fehlerprotokolle, liest Handbücher des Herstellers und wertet die Maschinendaten aus. Daraus werden konkrete Handlungsempfehlungen generiert, Watson tritt in einen richtigen Dialog mit dem Werkarbeiter. Wenn die Reparatur der Maschine einen größeren Eingriff erfordert, bringt Watson dies mit den anderen Daten des gesamten Werks in Verbindung. Sollte im selben Jahr beispielsweise eine Wartung der gesamten Produktionslinie geplant sein, erkennt Watson, dass aufgrund der bevorstehenden Reparatur, diese Wartung vorgezogen werden sollte, um die Gesamtkosten zu minimieren.

Markus Jergler

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