Wirtschaft

Versicherer bereiten Ausstieg aus der privaten Krankenkasse vor

Laut einem Bericht der Financial Times Deutschland steht die private Krankenversicherung in Deutschland vor dem aus. Demnach wollen die großen Versicherungskonzerne Allianz, Munich Re und Generali aus der privaten Kranken-Vollversicherung aussteigen. Derzeit würden konkrete Modelle geprüft, die privaten Krankenversicherer (PKV) auch ohne die Absicherung aller wesentlichen Gesundheitsrisiken betreiben zu können. Dies würde im Kern die Reduzierung auf eine private Zusatzversicherung als Ergänzung der Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen bedeuten.

Deutschland ist das einzige Land in Europa, in dem es die private Kranken-Vollversicherung in der jetzigen Form gibt. In allen anderen Ländern sind gesetzliche Grundsicherungssysteme mit privaten Zusatzversicherungen üblich. Dabei steht das duale System aus PKV und GKV in Deutschland schon länger in der Kritik (siehe IGES-Gutschten) und verliert auch in der Politik zunehmend an Akzeptanz. Befürchtet wird eine Zwei-Klassen-Medizin, kritisiert wird unter anderem auch der unsolidarische Charakter der PKV. In Deutschland sind neun Millionen privat versichert und 72 Millionen bei den gesetzlichen Kassen.

 

 

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