Energie & Umwelt

Verstrahlter japanischer Frachter zurückgeschickt

Das japanische Containerschiff „MOL Presence“ hatte den Katastrophenreaktor Fukushima in rund 120 Kilometern Entfernung passiert. Das reichte aus, dass die chinesischen Grenzbehörden in dem Hafen Xiamen eine erhöhte Strahlung messen konnten. Sie schickten das Schiff mit 4.698 Containern daraufhin wieder weg. Es waren 3,5 Mikrosievert (µSv) pro Stunde gemessen worden. Zum Vergleich: Ein Flug von Frankfurt nach New York belastet die Passagiere mit der doppelten Strahlendosis, die zulässige radioaktive Belastung beträgt allerdings insgesamt gerade einmal 1000 µSv im Jahr. Bei geringer Kontamination würde es bereits ausreichen, den mit den radioaktiven Partikeln belasteten Staub vom Deck und den Containern mit Wasser und Seife abzuschrubben – gleiches macht die US-Navy mit einem Flugzeugträger, der vor der Küste von Fukushima durch eine radioaktive Wolke kontaminiert wurde. Derzeit überprüfen die europäischen Häfen ihre Vorschriften und Kontrollen. Mitte April wird mit den ersten verstrahlten Frachtern aus Japan gerechnet. Eine Lösung der Problematik gebe es bislang noch nicht. Die Reedereien Hapag-Lloyd, Claus-Peter Offen und Hamburg Süd steuern Tokio bereits nicht mehr an. Hapag-Lloyd zieht nun zudem alle Container aus dem Verkehr, die sich im Umkreis von 100 Kilometern von Fukushima befinden.

 

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