Management

Video: Kollektive Kreativität zulassen und bündeln

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Um Innovationen hervorzubringen, bedarf es hoher kreativer Kompetenzen. Für Unternehmen sind etablierte Strukturen und Hierarchiedenken zwar für die Führungspositionen recht bequem, verhindern aber im Gegenzug die Umsetzung brillanter Einfälle. Linda Hill, Professorin an der Harvard University, präsentiert im Video (siehe unten) einige interessante Erkenntnisse, wie kollektive Kreativität wirklich zum Zuge kommt.

Einer für alle, alle für einen: Kollektive Kreativität

Um Raum für innovative Einfälle und Vorschläge zu schaffen, lohnt es sich, festgefahrene Führungsstrukturen zu „verlernen“. So Linda Hill, die verschiedene Unternehmen und ihre Strukturen auf der ganzen Welt auf interne Abläufe hin untersucht und verglichen hat. Was innovative Unternehmen alle gemeinsam zu haben scheinen, sind ganz bestimmte Muster zum Bündeln von kollektiver Kreativität.

Filme von Pixar als Beispiel

Einer der Hauptthesen im Video (siehe unten) ist, dass Innovation im seltensten Fall die Leistung von Einzelpersonen ist. Eine realistische Gleichung für die Umsetzung eines Filmes von Pixar könnte beispielsweise so aussehen:

250 Personen x 5 Jahre = 1 Film

Auch die Prozessabläufe während der Filmproduktion sind alles andere als geradlinig: Die ganze Story kann sich noch maßgeblich ändern und wird von allen beeinflusst, die am Projekt beteiligt sind. So kann sogar eine einzelne Zeichnung eines Charakters die ganze Konzeption der Figur verändern – und das auf produktive Art und Weise.

3 Voraussetzungen für kollektive Kreativität

Es gibt zwei Möglichkeiten damit umzugehen, wenn mehrere kreative Denker aufeinandertreffen: Entweder man lebt nach der Devise „Zu viele Köche verderben den Brei“ und beginnt mit Schuldzuweisungen, oder aber diejenigen in Führungspositionen sind in der Lage, den notwendigen Raum für kollektive Kreativität zu gewähren. In der Studie nahmen Unternehmen unterschiedlicher Branchen in mehreren Ländern und auf verschiedenen Kontinenten teil. Ein Ergebnis ist, dass die innovativen Organisationen insbesondere drei Grundvoraussetzungen erfüllten, die den anderen zumindest teilweise fehlten: Kreative Reibungsfläche, kreative Agilität und kreative Auflösung.

Um Raum für Innovationen zu schaffen und diese effektiv umsetzen zu können, bedarf es zunächst einer Plattform des Austauschs innerhalb des Unternehmens. Dieser Austausch darf ruhig auch die Form einer hitzigen Diskussion annehmen. Die Formel, die Führungspersönlichkeiten und Manager dabei umsetzen sollten, fasst Linda Hill folgendermaßen zusammen:

Die Bühne für kollektive Kreativität aufbauen, nicht allein das Schauspiel übernehmen.

(Quelle: TED.com)

Beate Greisel

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