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Vier Musik-Tools für mehr Produktivität

Musik am Arbeitsplatz. In immer mehr Unternehmen gehört diese bereits zum guten Ton. Zurecht, denn sie sorgt für mehr Produktivität, wie Untersuchungen vom Max Planck Institut in Leipzig belegen. Davon profitieren auch immer mehr Musikanbieter, die im Netz mit produktivitäts- und kreativitätsfördernder Musik werben. Getreu dem Motto „Der Ton macht die Musik, aber wer macht den Ton?“ haben diese mal genauer unter die Lupe genommen und stellen Ihnen nun vier empfehlenswerte Tools vor.

Musik am Arbeitsplatz (eigentlich) ein alter Hut

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Infografik: Geschätzte Anzahl der Nutzer von Musik Streaming (Quelle: Statista Digital Market Outlook / CC BY-NC-ND 3.0)

Eigentlich sollte Musik am Arbeitsplatz bereits Gang und Gebe sein. Schon 1999 konnten Forscher zeigen, dass Musik die Produktivität steigert. Wissenschaftler um David Hargreaves beschallten Ende der 1990er 72 Mitarbeiter einer britischen Bank drei Wochen lang mit unterschiedlicher Musik. Dabei zeigte sich: Jene Mitarbeiter, die schnellen Rhythmen lauschten, bedienten ihre Warteschlange um rund zwölf Prozent schneller als ihre Kollegen, die ohne Musik arbeiteten.

Auch in Deutschland scheint Musik am Arbeitsplatz Trumpf. 12,9 Millionen, das entspricht zirka 15 Prozent der aktuellen Wohnbevölkerung, streamen Musik. Das geht aus dem kürzlich veröffentlichten Digital Market Outlook von Statista hervor (siehe Infografik, rechts) – und das sicher auch während der Arbeitszeit. Das zumindest lässt die eine Untersuchung zu Musik am Arbeitsplatz, durchgeführt vom Musikstreamingdienst Spotify, vermuten. In dieser gaben mehr als ein Drittel (36 Prozent) der befragten Arbeitnehmer an, dass ihnen Musik dabei hilft, Arbeitsstress zu bewältigen. Jeder fünfte nutzt Musik als Ablenkung von den mit seinem Job verbundenen monotonen Tätigkeiten. 16 Prozent zeigten sich davon überzeugt, dass Musik hören ihre Produktivität deutlich steigert. In das selbe Horn stößt eine Marktuntersuchung von lab42. Hier gaben ebenfalls 36 Prozent der Befragten an, dass sie Musik während der Arbeitszeit hören. Die wichtigsten Ergebnisse haben die Experten des Marktforschungsunternehmens in folgender Infografik auf anschauliche Art un Weise zusammengefasst.

Musik am Arbeitsplatz
Wann wird zu welchem Anlass Musik gehört? Die oben eingefügte Infografik zeigt dies auf anschauliche Art und Weise. (Quelle: blog.lab42.com)

Musik-Tools für ein Plus an Produktivität bei der Arbeit

Um den Zusammenhang zwischen Musik und steigender Arbeitsleistung weiß auch die digitale Gemeinschaft. Diese bietet inzwischen auf zahlreichen Portalen Musik-Tools für mehr bei der Arbeit an. Wir haben im Folgenden die aus unserer Sicht vier besten mal aufgelistet

Tool Nr. 1: Spotify

Spotify ist nicht von ungefähr Urheber der oben genannten Studie. Schließlich ist das Unternehmen der zurzeit weltweit populärste Streaming-Dienstleister. Zur Steigerung der Produktivität am Arbeitsplatz bietet das Tool passende Playlisten an, in die man zumindest mal reinhören sollte. Mehr im Internet unter: www.spotify.com.

Tool Nr. 2: Ommwriter

Streng genommen gehört Ommwriter nicht in die Kategorie der Musik-Tools. Vielmehr ist es ein Schreibprogramm, und zwar ein durchaus radikales. Es blendet den Desktop komplett aus. Übrig belibt ein Texteingabefenster, ein unauffälliges Hintergrundbild und vor allem meditative Musik. Mehr dazu online auf www.ommwriter.com.

Tool Nr. 3: Rainymood

Manche kennen bestimmt das Problem. Wenn draußen schönes Wetter ist, arbeitet es sich drinnen äußerst zäh. Also warum sich nicht das schlechter Wetter ins Haus holen? Rainymood simuliert den konzentrationsfördernden Klang von gegen das Fenster klatschende Regentropfen. Dazu braucht man lediglich den Player auf www.rainymood.com starten. Diesen kann man übrigens mit dem letzten Musik-Tool kombinieren.

Tool Nr. 4: YouTube

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Viele nutzen Musik, um produktiver zu arbeiten. Wir haben die aus unserer Sicht vier besten Musik-Tools aufgelistet. (Bild: Galymzhan Abdugalimov / unsplash.com)

Ja, wir sehen es ein. YouTube gehört auch nicht zu dem, was im klassischen Sinne unter Musik-Tools versteht. Dennoch kann die aktuell meist genutzte Videoplattform nicht nur ablenken, sondern – sofern geschickt angewandt – ein echter Produktivitäts-Booster sein. Auch dort finden sich Playlists zum Arbeiten. Übrigens: der Autor der hier vorliegenden Zeilen nutzt während der Arbeit tatsächlich Tool Nr. 3 in Verbindung mit folgender Hintergrundmusik. Weitere Anregungen findet man auf www.youtube.com.

Christoph Schroeder

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