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Visuelles Branding: So werden Sie wirklich wiedererkannt– Interview mit Simone Abelmann

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Bestimmte Marken erkennen wir immer wieder. Um an sie zu denken reicht es für das menschliche Gehirn oft schon aus, den richtigen Farbton wahrzunehmen. Doch worauf baut die Wiedererkennung von Marken wirklich auf? Simone Abelmann erklärt im Rahmen ihres Webinars beim Social Media Sommer-Camp 2017 in zehn Tagen die zentralen Aspekte, damit Sie und Ihr Unternehmen wirklich wiedererkannt werden. Im Interview vorab geht es um die Grundlagen, wie visuelles Branding funktioniert, was gerade Unternehmen in der Anfangsphase beachten sollten und verrät drei goldene Regeln und Tipps, mit denen Ihr visuelles Branding funktioniert.

Anmerkung der Redaktion: Die Komplettpakete zum Social Media Camp stehen auch nachträglich als Webinaraufzeichnung zur Verfügung. Dabei bestimmen Sie selbst das Tempo; der Einstieg ist jederzeit möglich. Mehr Informationen finden Sie unter Social Media Camp 2017 oder auch in unserer Übersicht der Online-Kurse.

Wiedererkennung siegt: Visuelles Branding folgt zentralen Regeln – Simone Abelmann im Interview

Schönen guten Tag Frau Abelmann, die visuelle Wahrnehmung ist ja die, die uns am meisten prägt. In Ihrem Webinar beschäftigen Sie sich mit der Frage, wie visuelles Branding den Weg für die Wiedererkennung ebnen kann. Was ist Design für Sie? Welche Rolle spielt es für das visuelle Branding?

Für mich ist Design ein Hilfsmittel der Unternehmer, die eigene Persönlichkeit und seine eigene Marke darzustellen. Im visuellen Branding kann ein stimmiges Design genutzt werden, damit die Marke und die Persönlichkeit des Unternehmens an jeder Stelle wiedererkannt werden. Unabhängig davon, auf welcher Plattform oder in welchem Medium ich das Design nutze um ein visuelles Branding zu erzeugen, habe ich die Möglichkeit, eine hohe Wiedererkennung zu erreichen.

Dabei spielen natürlich auch eindeutig zuzuordnende Elemente eine große Rolle, die Unternehmensfarben oder das Firmenlogo zum Beispiel. Auf was ist dabei zu achten?

In aller erster Linie sollen Logo und Farben zum Unternehmer passen, das Business unterstreichen und ein Alleinstellungsmerkmal haben. Harmonie in der Farbgebung ist für mich ein wichtiges Merkmal. Damit ist nicht nur das Verwenden einer Farbfamilie, wie zum Beispiel nur Blautöne, gemeint, sondern auch das bewusste Einsetzen von Kontrasten. Hier kann man Regeln aus der Gestaltungslehre anwenden, die gute Wirkung erzielen.

Im Anfang eines Business sollte man auch beachten, dass eventuell die Positionierung überarbeitet wird. Daher sollte man in dieser Phase zumindest auf sehr einfache Logos zurückgreifen und überlegen, ob nicht auch einfach der schön gestaltete Namensschriftzug als Logo genug sein kann. Keep it simple ist hier meine Empfehlung.

Sie kennen sicherlich das Sprichwort: „There is no bad publicity“. Welche Fehler im visuellen Branding sind ein absolutes No-Go?

Für mich ist eines der größten No-Gos, dass man sich als Unternehmer nicht mit seinem Logo und dem weiteren Design identifiziert. Aussagen wie: „Ach, das hat mir mal jemand gemacht, aber ich mag es gar nicht“ gehen gar nicht – kommen aber öfter vor, als man denkt. Wie soll man sich und seine Produkte verkaufen mit einem Design, dass mich als Unternehmer nicht überzeugt?

Ein weiteres absolutes No-Go ist ein „Allerwelts“-Logo: Ein Logo, das beispielsweise aus seiner Stockdatei stammt und keine Aussage oder Bezug zum Unternehmen hat. Dann lieber nur einen Schriftzug als ein solches Logo.

Wenn Kunden ein Unternehmen wiedererkennen und sich auch auf der visuellen Ebene daran erinnern können sollen, stellt sich die Frage: Welche unterschiedlichen Elemente machen eine Erinnerung aus und was muss dabei beachtet werden?

Das sind vor allem drei Punkte: Farben, Formen und Bilder. Das menschliche Gehirn speichert Informationen in Bildern ab; und zwar in farbigen Bildern. Nicht umsonst können wir bestimmte Farben ganz klar mit Marken verbinden. Das Blau für eine Tankstellenkette oder das berühmte Rot eines Erfrischungsgetränkes wird von fast allen sofort erkannt. Die Farben in Verbindung mit Formen, gerade in Schriften oder auch in Symbolen, haben einen hohen Wiedererkennungswert und können die Marke zu einer unvergesslichen Erinnerung werden lassen.

Was darf Ihrer Meinung nach in einem gelungenen Gesamtauftritt auf keinen Fall fehlen?

Farbe darf auf keinen Fall fehlen, denn die Farbe hat neben Fotos den höchsten Wiedererkennungswert. Hier sollte man auf jeden Fall stimmig arbeiten und immer den gleichen Farbton verwenden. Wird diese Farbe konsequent in allen Werbemitteln verwendet, wird im Idealfall der Betrachter nur die einzelne Farbe schon mit Ihnen in Verbindung bringen.

Was geben Sie Ihren Kunden mit, wenn es um visuelles Branding geht? Haben Sie uns drei zentrale Tipps, die leicht umzusetzen sind?

  1. Farben klar definieren und festlegen.
  2. Eine Übersicht über alle eigenen Werbemittel (digital und analog) verschaffen.
  3. Step by Step alle Werbemittel anpassen, bis der Gesamtauftritt passt.

Was erwartet die Teilnehmer am 19. Juli 2017, ab 11 Uhr in Ihrem Webinar „Visuelles Branding für bessere Wiedererkennung”?

Im Webinar bekommen die Teilnehmer meine besten Tipps, was wichtig ist für das visuelle Branding als Unternehmer und wie man die Umsetzung mit einfachen Mitteln vornehmen kann, ohne dass man viel Budget in die Sache investieren muss!

Vielen Dank, Frau Abelmann, für die interessanten Ausführungen zum Thema visuelles Branding, was einen funktionierenden Wiedererkennungswert ausmacht und wie sich das in der Praxis umsetzen lässt! Auch Ihre Tipps liefern einen guten Ansatz für diese Aufgabe. Wir wünschen Ihnen ein spannendes Social Media Sommer-Camp 2017 und viel Spaß im Webinar!

Das Interview mit Simone Abelmann führte Beate Greisel, Redakteurin des Wirtschafts- und Mittelstandsmagazins AGITANO.

Das Social Media Sommer-Camp 2017: Nehmen Sie teil!

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Simone Abelmann lässt tolles Design Wirklichkeit werden und verleiht Websites den richtigen Glanz – und die richtigen Farben. (Bild: © Simone Abelmann)

Vom 17. Juli bis 21. Juli zeigen Sabine Piarry und ihr Team von Experten – darunter auch Simone Abelmann – Ihnen zahlreiche Tipps und Tricks, wie Sie Social Media effektiv einsetzen. Insgesamt 15 Experten geben in jeweils einem spannenden Webinar zu den verschiedenen Themenbereichen Einblicke, von denen Solounternehmer wie Großkonzerne gleichermaßen profitieren. Unter „Auf die Welle des Erfolgs: Das Social Media Sommer-Camp 2017 rückt näher!“ finden Sie alle Experten und ihre Themen. Das gesamte Programm, Tickets und die direkte Anmeldung finden Sie auf Social Media Sommer-Camp 2017.

Über Simone Abelmann

Simone Abelmann unterstützt Online-UnternehmerInnen darin, ihr Online-Business mit tollem Design und funktionierender Technik mit einfachen Schritten voran zu bringen. Dazu zeigt sie in Kursen und im 1:1-Coaching, wie man seine Webseiten und das visuelle Branding mit simplen Mitteln selbst gestalten kann und unterstütze meine KundInnen bei der Ausführung.

Mehr über Simone Abelmann erfahren Sie auf ihrer Website.

Beate Greisel

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