Wirtschaft

VW erhält grünes Licht für die Übernahme von MAN

Die Kartellbehörde in China hat als letztes noch zuständiges Amt die Übernahme des LKW-Bauers MAN durch VW genehmigt. Die Entscheidung war erwartet worden. Da MAN weltweit aktiv ist, mussten die Behörden aus insgesamt 20 Ländern die Übernahme genehmigen. Als größte Hürde galt im Vorfeld jedoch die Zustimmung der EU-Wettbewerbshüter, die ihre Genehmigung Ende September ohne Auflagen erteilt hatten. Die Wettbewerbshüter sind der Ansicht, dass auch nach einem Zusammenschluss noch ausreichend Wettbewerber in den entsprechenden Wirtschaftsräumen vorhanden sind.

MAN soll nun am kommenden Mittwoch offiziell als elfte Marke in die VW-Familie eingegliedert werden. Dann wird VW 55,9% der Stimmrechte an MAN halten. Ein MAN-Sprecher: „Für MAN öffnet sich damit ein neues Kapitel in der 253-jährigen Unternehmensgeschichte.“ VW plant eine Lkw-Allianz zwischen der schwedischen VW-Tochter Scania und MAN. Die Synergieeffekte zwischen den beiden Lkw-Bauern liegen bei rund 200 Millionen Euro, langfristig sogar bei bis zu einer Milliarde Euro.
Dadurch würde die neu geschmiedete Lkw-Sparte von VW in Europa zusammen mit Volvo den zweiten Platz hinter Daimler einnehmen, weltweit bedeutet dies der siebte Rang.

MAN beschäftigt 52.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2010 einem Umsatz von 14,7 Milliarden Euro sowie einen Gewinn nach Steuern von 787 Millionen Euro. VW beschäftigt 435.000 Mitarbeiter, erwirtschaftete 2010 einen Umsatz von 126,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 7,2 Milliarden Euro. Scania wiederum hat im ersten Quartal 2011 mit rund 33.500 Mitarbeitern einen Umsatz von 2,3 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 281 Millionen Euro realisiert.

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