Energie & Umwelt

Wachstumsmarkt solare Kühlung – weltweit erste Branchenkonferenz

Der Stromverbrauch für die Kühlung von Gebäuden beträgt in Deutschland derzeit rund 21 Terawattstunden (TWh). Das sind knapp vier Prozent des gesamten Stromverbrauchs. Der Anteil in den Ballungszentren weiter südlich gelegener Länder ist dabei deutlich höher. Dementsprechend entwickelt sich die Solare Kühltechnologie immer mehr zu einem Wachstumsmarkt.

Das “Solar Heating and Cooling Programm” der Internationalen Energieagentur (IEA SHC) berichtet nun aktuell, dass sich große asiatische Industriekonzerne immer mehr mit dem solaren Kühlen beschäftigen, beispielsweise die Hitachi Plant Technologies Ltd. und Mitsubishi Plastics Inc. (beide Japan), die bereits mit der Erschließung dieses Marktes begonnen haben.

“Wir freuen uns, dass solares Kühlen in der Branche allmählich an Dynamik gewinnt“, sagt Dr. Uli Jakob, Kommunikationsleiter des IEA SHC Projekts Task 48. „Die Meldungen der großen Industriekonzerne verleihen dem bereits dynamischen Markt des solaren Kühlens zusätzlichen Schwung.“

Chinesische Unternehmen wollen sich am Projekt zum solaren Kühlen beteiligen

Laut IEA haben auch einige chinesische und indische Unternehmen Interesse bekundet, an dem Task-48-Programm („Quality Assurance and Support Measures for Solar Cooling“) mitzumachen.

Derzeit findet noch bis 11.07.2012 in San Francisco (Kalifornien, USA) die erste Branchenkonferenz zum solaren Heizen und Kühlen statt (First Industrial Conference on Solar Heating and Cooling for Buildings and Industry).

BMU-Studie: Gebäudekühlung hat enormes Energiespar-Potential

Eine vom Umweltbundesamt (UBA) in Auftrag gegebene Studie untersucht, wie viel CO2-Emissionen und Energieverbrauch die Kühlung von Gebäuden in Deutschland verursacht und wie sich beides verringern lässt. Die Studie „Klimaschutz durch Reduzierung des Energiebedarfs für Gebäudekühlung“ von Mitte 2011 ist kostenlos auf der Website des UBA erhältlich.

4. Deutsche Kältepreis

Insgesamt werden rund 15% des deutschen Stromverbrauchs für die Erzeugung von Kälte verwendet. Entsprechend hoch ist das Potential zur Energieeinsparung und zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Anlässlich des diesjährigen Wettbewerbs des Bundesumweltministeriums zum 4. Deutschen Kältepreis wurde das Einsparvolumen auf 90% beziffert. Der Award soll zusätzliche Impulse für die Entwicklung, Anwendung und Kombination hocheffizienter Komponenten, klimafreundlicher Kältemittel und innovativer Konzepte sowie deren breiten Anwendung geben. Insgesamt wurden neun Preisträger in drei Kategorien ausgezeichnet.

Ein ausgereiftes System hat kürzlich auch die Firma SolarEis vorgestellt: Durch die Kombination von fünf Erneuerbaren Energien, Sonne, Luft, Wasser, Erde und Eis, kann das Gebäude im Winter mit Wärme und im Sommer mit Kühlung versorgt werden.

(mb)

 

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