Wirtschaft

Warnstreiks im öffentlichen Dienst und im Nahverkehr – +6,5% mehr Lohn gefordert

In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland ist es am Montagmorgen zu ersten Warnstreiks von Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes gekommen. Betroffen waren vor allem der Nahverkehr (Busse und Bahnen), sowie Kindertagesstätten, Altenheime, Krankenhäuser und Sparkassen. Die rund zwei Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes fordern ein Lohnplus von 6,5%, mindestens jedoch 200 Euro mehr pro Monat. Die weiteren davon betroffenen Berufsgruppen sind beispielsweise Straßenreiniger und Zollbeamte. Die Arbeitgeber haben die Forderung bislang als unrealistisch zurückgewiesen, allerdings noch kein eigenes Angebot vorgelegt. Die Verhandlungen werden am 12. März fortgesetzt. Laut der Gewerkschaft ver.di könne es auch außerhalb der drei genannten Bundesländern vereinzelt zu Warnstreiks kommen. Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske kommentiert: „Wir sind enttäuscht, ich hätte anderes erwartet.“ Für die erste Warnstreikwelle habe es keine Alternative gegeben. „Denn die Antwort auf kein Angebot wird aus den Betrieben kommen müssen.“ Im Wochenverlauf sollen sich die Warnstreiks dann auf das gesamte Bundesgebiet ausdehnen.
(mb)
 

 

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