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Warum sich Unternehmen mit dem Thema …

… Nachhaltigkeit auseinander setzen (sollten) – Eigenmotivation oder Handlungsdruck? – Teil 2 von 12

 

Unternehmensverantwortung und Nachhaltigkeitsengagement (CSR) als Basis für Zukunftsfähigkeit, Innovation, Mitarbeiterbindung und Differenzierung – kleine Schritte, große Wirkung" von Ulrich Merkes

 

Die Stichworte „Nachhaltigkeit“, „unternehmerische Verantwortung“, neudeutsch „Corporate Social Responsibility (CSR)“, „Wirtschaftsethik“ oder „die Rückkehr des ‚guten‘ Kaufmanns“ sind multimedial omnipräsent, bleiben dabei aber doch stets schwer zu greifen. So leidlich die Diskussion über diese „Etiketten“ ist, so sehr steckt doch hinter der Begriffsunklarheit auch die Frage nach der Motivation: Warum sollte sich ein Unternehmen intensiv mit diesen Fragen überhaupt auseinandersetzen?

 

Gerade im Mittelstand findet man hierzu nicht selten die Antwort in der persönlichen Überzeugung der Unternehmensleitung – oft steht hinter der Gründerfamilie oder Geschäftsleitung auch ein tief verankertes Verantwortungsgefühl für Mitarbeiter, Gemeinde und Dauerhaftigkeit des Unternehmens, zunehmend auch im ökologischen Sinne. Nachhaltigkeit wird hier als Wert im gesellschaftlichen Kontext verstanden und steckt in der Unternehmenskultur.

 

Weniger kulturell verankert, aber von wachsender Bedeutung, sind die exogenen Motivatoren, denen in den Unternehmen oftmals ein Gefühl des Getriebenseins anhaftet: Der Gesetzgeber reicht beispielsweise politische Emissionsziele verstärkt an die Unternehmen weiter – was die Unternehmen wieder über Lieferantenkodizes nur allzu oft an vorgelagerte Teile der Wertschöpfungskette weitergeben. Oder aber Industrieverbände einigen sich auf gemeinsame Richtlinien ähnlich den Sozialstandards der ISO 26000 oder des Global Compact, die oftmals sogar über gesetzliche Regelungen hinausgehen und dadurch zum Wettbewerbsfaktor werden können. Verstärkt fragen auch Investoren und spezielle Interessenvertreter wie Entwickluns-, Verbraucherschutz- oder Umweltorganisationen gezielt nach Informationen – ein Transparenzanspruch, der bei Nichterfüllung hohe Reputationsrisiken beinhalten kann. Einen wesentlichen Faktor spielt hierbei das Internet, denn in einer global vernetzten Welt, kann grundsätzlich jeder – organisiert oder „nur“ durch Social Media vernetzt – Zugang zu fast jeglicher Unternehmensinformation finden und eine Informationskampagne starten. Die breite Öffentlichkeit mit all ihren sozio-kulturellen Strömungen wird so zum unternehmerisch schwer greifbaren Stakeholder, der nicht mehr „nur“ an der Ladentheke sein Produkt bezieht oder das Firmengebäude in der Nachbarschaft kennt. Vielmehr ist er auf Wunsch „bestens“ informiert über BMW’s Produktionsmethoden in China, Nike’s Arbeitsbedingungen in Vietnam oder Krombacher’s Regenwaldprojekte in Brasilien. Diesem Interessen- und Wissenswettbewerb müssen Unternehmen heutzutage klug begegnen.

 

Der Ansatz, sich diesen Handlungstreibern zu stellen, kann aber nicht in einer panischen Hetze liegen, sondern in einer trendnahen Proaktivität. Ein Ohr für die zentralen Industrie- und entwicklungen legt die Basis für ein ausgewogenes CSR-Projektportfolio. Und hierbei ist wesentlich, sich nicht nur interdisziplinär innerhalb des Unternehmens zu beraten, sondern auch frühzeitig einen partnerschaftlichen Dialog mit wesentlichen externen Interessengruppen (Stakeholdern) zu führen. Die Kolumne wird sich in den kommenden Monaten u.a. mit Umsetzungstipps zu genau diesen Themen widmen…

 

Kommende Schwerpunkte:

 

– Welche CSR-Managementansätze und –philosophien gibt es, was kennzeichnet sie?

– Wie kann CSR in der Wertschöpfungskette verankert werden?

– Wie könnte eine idealtypische Herangehensweise für ein strategisches Nachhaltigkeitsmanagement in Ihrem Unternehmen aussehen?

– Welche einfachen Einstiegsmöglichkeiten gibt es für interessierte Unternehmen: Ideenfindung durch Innovations-Workshops entlang des Produktlebenszyklus‘ oder innerhalb der spezifischen Wertschöpfungskette des Unternehmens – kleine Schritte, große Ergebnisse
Wie kann beider Vielzahl an Themen und Anforderungen eine Priorisierung und Strukturierung (Roadmap) erfolgen?

– Welche konkreten Projektbeispiele gibt es, von denen Ihr Unternehmen lernen kann?

– Wie messe ich den Wertbeitrag und Erfolg meines CSR-Engagements – was bringt es?

 

Der Autor hofft, Sie mit diesen Ideen und einer partnerschaftlichen Beratungsphilosophie neugierig machen zu können. Besuchen Sie uns doch zum Beispiel am 23./24. März auf der Mittelstandsmesse in München. Einen Eintrittsgutschein können Sie sich auf unserer Webseite www.vineta-solutions.com herunterladen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und einen intensiven Austausch.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Merkes

 

 

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Über Autor:

 

Ulrich Merkes ist ein erfahrener Projektmanager mit einem internationalen Hintergrund in Strategie- und IT-Beratung. Er ist Geschäftsführer der „Vineta GmbH – Realising Sustainability”, einem ‘think & do-tank’ und internationalen Netzwerk aus freiberuflichen Seniorberatern in den Bereichen Innovation, Corporate Social Responsibility (CSR), Non-Profit Management und Entwicklungszusammenarbeit mit der Wirtschaft. Vineta ist davon überzeugt, dass ökologisch bzw. sozial sinnvolles Handel und ökonomischer Erfolg zwei Seiten der gleichen Medaille im unternehmerischen Ecosystem sein können. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre war Ulrich 10 Jahre in der Unternehmensberatung tätig, hiervon 7 Jahre bei Deloitte Consulting. Sein Beratungsschwerpunkt lag dabei vor allem auf Entwicklung, Alignment und Implementierung von Unternehmens-, CRM- und IT-Strategien, der Organisationsentwicklung, Corporate Governance, Prozess-Reengineering und Business Development. 2003 hat Ulrich in Barcelona erfolgreich als Master of International Business Management graduiert. Seit 2007 ist Ulrich nunmehr als freier Berater für verschiedene private und öffentliche (Nichtregierungs-) Organisationen tätig, um hier seinen bunten Hintergrund als „Social Entrepreneur“ für eine nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung einzusetzen.

 

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