Kolumnen

Was tun im Falle einer Zombie-Invasion?

… aus der Kolumne von ElSchnuppero.

Wer kennt das nicht: Man befindet sich an einem wunderschönen Sonntagnachmittag mit den Liebsten in einer schrebergärtlichen Idylle, als plötzlich eine Horde Zombies damit beginnt, zuhause die Nachbarn zu fressen. Aber glücklicherweise befinden Sie sich ja noch im Garten und müssen daher keinen Gedanken an die nervigen Todesschreie verschwenden. Schließlich ist es ja irgendwie auch gerecht, denn die Nachbarn haben mehr als einmal Sonntag Nachmittag Kapellenmusik erklingen lassen. Aber egal, das sollte in Zukunft kein Problem mehr sein, da allgemein bekannt ist, dass Zombies eher unmusikalisch daherkommen.

Nichtsdestotrotz wollen wir hier für den Fall, dass man doch einmal zuhause ist, wenn sich die Nachbarschaft sabbernd zusammenrottet, um sich quälend langsam einer Menge Horrorfilm-Klischees zu bedienen, eine Anleitung geben, wie man am besten mit den weniger lebenden Mitmenschen umgeht.

Nun sind wir also an dem Punkt, an dem man festgestellt hat, dass Migräne nicht die Ursache für das furchtbar nervige Stöhnen der eigenen Freundin ist:

1.) Versetzen Sie sich in die Lage der Angreifer: Stellen Sie sich vor, Sie sind tot und haben auch noch Hunger. Dann wären auch Sie wahrscheinlich verdammt schlecht gelaunt, oder? Daher ist Hass keine angemessene Reaktion für einen passionierten SPD-Wähler. Denken Sie immer daran, Toleranz hilft Grenzen einzureißen. Versuchen Sie Verständnis aufzubringen, während Ihr Schädel als Knabberschale herhalten muss.

2.) Suchen Sie jemanden dem Sie die Schuld für die Misere geben können. Hierbei hilft es über Facebook und Twitter Vorschläge zu posten. (Sollte Ihnen spontan niemand einfallen, der sich schuldig bekennen könnte, hier sind ein paar gängige Lösungen: a) Minderheiten b) Hippies c) die liberalen Medien d) Leute, die Abtreibung befürworten oder e) der Sozialismus)

3.) Opfern Sie jemanden! Sie haben richtig gelesen. Opfern sie jemanden. Am besten einen Freund, den sie schon länger mal eins auswischen wollten. Wie bspw. Ihren guten Buddy Erik, der beim letzten Discobesuch eine wirklich heiße Schnecke abschleppen konnte, während Sie sich den restlichen Abend mit deren bester laktoseintoleranten, Käsekuchen futternden Freundin abgeben mussten. Locken Sie Erik unter dem Vorwand einer großen Party in die Nähe Ihrer Wohnung, Ihre “Gäste” nehmen sich seiner sicherlich dankbar an, was Ihnen etwas Zeit verschafft, sich von Ihrem geliebten 48-Zoll Led-Plasma-TV zu verabschieden.

4.) Viele Zombies, aber nicht alle (pauschale Verdächtigungen sind out), haben furchtbare Minderwertigkeitskomplexe bzgl. ihres Mundgeruches. Was durchaus verständlich ist, denn wenn wir ehrlich sind: Wenn Sie direkt nach dem Aufstehen mit jemanden kommunizieren würden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er Sie ebenfalls für einen Zombie hält und Ihnen daher eine Axt in den Schädel rammt, gar nicht mal so gering. Jedenfalls nutzen Sie die Selbstzweifel Ihrer marodierenden Umgebung aus und nehmen beim samstagtäglichen Einkauf eine große Portion Mundwasser mit. Dieses sprühen Sie großzügig auf kuschelwillige, untote Einwohner und Sie werden sehen: Man wird Ihnen durchaus mit Dankbarkeit begegnen. Werfen Sie noch ein paar Wegwerfzahnbürsten in die Menge und sie haben Freunde fürs Leben … oder den Tod. Je nach Blickwinkel.

5.) Während eines Blickes in den Hof stellen Sie fest, dass ihr irischer Wolfshundrüde Rocky gerade von Flauschi, dem Goldhamster Ihrer Tochter, verspeist wird. Das bringt Sie auf den genialen Einfall auch gleich Ihre Schulden bei der ehemaligen GEZ zu begleichen. Ein kurzer Anruf genügt. Und jetzt sagen Sie nicht, die Apokalypse hätte nur schlechte Seiten.

6.) Falls Sie in Gruppen unterwegs sind: häufig passiert es, dass man während einer Zombie-Manie in mehr oder weniger großen Grüppchen durch die Lande streift, bspw. um die verflossene Ex-Freundin zu retten oder den nahen Supermarkt zu plündern. In diesen Fällen kommt es durchaus zu Situationen, in denen ein Konsens innerhalb der Gemeinschaft nur schwer zu erreichen ist. Daher beachten Sie folgende goldene Regel: Trennen Sie sich. So oft und in so kleine Einheiten wie möglich. Nichts maximiert die Überlebenschance so rabiat, wie der Umstand, sich inmitten von Zombies aufzuteilen. Sollten Sie bei dieser Gelegenheit in eine fluchtähnliche Situation geraten, nutze Sie diese und flüchten Sie sich immer in ein leerstehendes und verfallendes Haus. Dort wird Sicherheit großgeschrieben.

7.) Knoblauch hilft nicht gegen Zombies. Sollte es sich aber um Zombie-Vampire handeln, was durchaus im Bereich des Möglichen liegt, denken Sie immer daran: Probieren geht über studieren.

Viel Erfolg und ein schmerzfreies Überleben.

Zum Abschluss gibt es noch einen kleinen Ausblick auf die Zeit, in der Osama bin Laden endlich als Zombie wieder auf Erden wandelt. Viel Spaß damit.

 

In diesem Sinne

Gez.: ElSchnuppero

2 Kommentare zu “Was tun im Falle einer Zombie-Invasion?

  1. Sie machen mir Angst.

    Gibt es wirklich Zombies?

    In das Haus unserer Nachbarn ziehen jetzt Rheinländer ein. Ist das vergleichbar?

    Man will ja nichts falsch machen,. Jetzt wo alles via PRISM kontrolliert wird, will man sich ja keine Blöße geben.

    1. Um Ihre neuen Nachbarn zu überprüfen, würde ich kurzerhand einfach mal die geliebte Schwiegermutter drüben Hallo sagen lassen. Da gibt es schnell Gewissheit, ob “Rheinländer” nur als Tarnung dienen. Und machen Sie sich keine Sorgen darüber, ob PRISM Sie als zombiephoben Zeitgenossen erfasst. Die Daten werden ja zeitnah gelöscht.

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