Panorama

Was war vor … Jahren? Der 15. November

Auf AGITANO lassen wir täglich die Wirtschaftsgeschichte wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten des Wirtschaftsgeschehens werden genauso in Erinnerung gerufen, wie Pioniertaten großer Erfinder und Durchbrüche weit reichender Erfindungen. Heute: der 15. November.

Wirtschaft:
1918: Das Stinnes-Legien-Abkommen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften in Deutschland wird unterzeichnet, worin diese unbürokratisch und in Abgrenzung zu den revolutionären Bewegungen eine Zentralarbeitsgemeinschaft bilden und sich unter Wahrung der bestehenden Machtverhältnisse und privatwirtschaftlicher Eigentumsrechte auf einen Achtstundentag einigen. Den Namen verdankt das Abkommen den beiden federführenden Unterzeichnern: Carl Legien, dem damaligen Vorsitzenden der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands, und dem Ruhrindustriellen Hugo Stinnes. Für die Gewerkschaften bedeutete die Vereinbarung einen sozialpolitischen Durchbruch, denn mit ihm vollzog die Groß- und Schwerindustrie eine radikale Abkehr von ihrer bisherigen antigewerkschaftlichen Politik. Hatte der Staat die Gewerkschaften mit dem Vaterländischen Hilfsdienstgesetz von 1916 als legitime Interessenvertreter der Arbeiter anerkannt, wurden sie nun von den Arbeitgebern als Tarifpartner akzeptiert.
1923: Mit der Einführung der Rentenmark in Deutschland wird die Hyperinflation beendet, die mit der französischen Besetzung des Saarlandes eine schwindelerregende Höhe erreicht hatte. Der Wechselkurs zur Papiermark wurde mit 1:1 Billion festgesetzt. Die Einführung der Rentenmark wurde auch durch den Umstand erzwungen, dass ab Herbst 1923 landwirtschaftliche und industrielle Produzenten zunehmend keine Waren mehr gegen die immer schneller wertlos werdende Papiermark abgaben, was in einigen Teilen Deutschlands zu Aufruhr und Plünderungen führte.
1926: Die National Broadcasting Company (NBC) nimmt als Network seinen Sendebetrieb in den Vereinigten Staaten mit Radioprogrammen auf.
1953: In Deutschland wird auf den Zuckerstreuer ein Patent erteilt.
1970: In den Niederlanden wird der Haringvlietdam von Königin Juliana eröffnet. Er ist ein Teil der Deltawerke, die vor Überflutungen schützen sollen. Die Kosten des Delta-Projekts waren mit 6 Milliarden Gulden (umgerechnet 2,7 Milliarden Euro) letztlich mehr als dreimal so hoch wie veranschlagt.
1971: Mit dem 4004 bringt Intel den ersten in Serie produzierten und auf dem freien Markt erhältlichen Ein-Chip-Mikroprozessor in den Handel.
1975: Die Staats- und Regierungschefs der sechs wichtigsten Industrieländer halten in Rambouillet einen Gipfel über die Weltwirtschaftslage ab, an dessen Ende das Wirtschaftssystem von Bretton Woods formell aufgekündigt wird. Zugleich wurde auch der Goldstandard aufgegeben, die Deckung des US-Dollars mit Goldbeständen. Grund waren die hohen US-Militärausgaben für den Vietnamkrieg und den Kalten Krieg zusammen mit dem Erstarken von Volkswirtschaften wie Japan und Deutschland, was den Dollar zunehmend unter Druck setzte. Die Geldvermehrung in den USA (Inflation) hatte die Goldbestände überschritten und die USA konnten die internationalen Forderungen des Eintauschens von Dollar in Gold nicht mehr nachkommen.
2005: Ab Mitternacht wird die Sperrstunde in britischen Pubs aufgehoben, sofern sie eine spezielle Lizenz beantragt haben.

Wissenschaft und Technik:
1849: Die kaiserlich-königlich Geologische Reichsanstalt, die heutige Geologische Bundesanstalt, wird durch den österreichischen Kaiser Franz Joseph in Wien gegründet.
1966: Das US-amerikanische Gemini-Programm geht mit der erfolgreichen Wasserung der Gemini 12-Kapsel mit James Arthur Lovell und Edwin Aldrin an Bord zu Ende. Das Gemini-Programm war nach dem Mercury-Programm das zweite bemannte Raumfahrtprogramm der Vereinigten Staaten. Ziel des Gemini-Programms war das Entwickeln von Verfahrensweisen und Technologien für das Apollo-Programm, der späteren Mondmission.
1988: Der wiederverwertbare sowjetische Raumgleiter Buran 1.01 startet zum ersten und bislang einzigen Mal vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan und beendet seine Mission nach zwei Erdumkreisungen planmäßig. Die Raumfähren des Buran-Energija-Systems ähnelten äußerlich stark dem US-amerikanischen Space Shuttle, was zu Spionagevorwürfen führte. Es kam aus finanziellen Gründen jedoch nur zu einem einzigen unbemannten Einsatz. Die Raumfähre wurde bei einem Deckeneinsturz einer Montagehalle am 12. Mai 2002 völlig zerstört.
2004: Irans Chefunterhändler Hassan Rowhani gibt nach Gesprächen mit Deutschland und Frankreich bekannt, der Iran wolle ab dem 22. November auf eine weitere Uran-Anreicherung verzichten. Dennoch schließt die Internationale Atomenergiebehörde in Wien ein geheimes Atomprogramm Teherans nicht aus.

(Quelle: Wikipedia)

 

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