Panorama

Was war vor … Jahren? Der 24. Oktober

Auf AGITANO lassen wir täglich die Wirtschaftsgeschichte wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten des Wirtschaftsgeschehens werden genauso in Erinnerung gerufen, wie Pioniertaten großer Erfinder und Durchbrüche weit reichender Erfindungen. Heute: der 24. Oktober.

Wirtschaft:
1929: Am „Schwarzen Donnerstag“ endet die jahrelange Hausse der New Yorker Börse. Die Weltwirtschaftskrise beginnt. Nachdem schon in den Vorwochen ein deutlicher Rückgang des zuvor jahrelang stark steigenden Dow-Jones-Index verzeichnet worden war, brach an diesem Tag Panik unter den Anlegern aus. Die Börsenkurse brachen stark ein, viele Anleger waren nach Börsenschluss hochverschuldet. Dieser Börsencrash gilt als Auslöser der Weltwirtschaftskrise. Auch wenn nur dieser eine Tag sprichwörtlich wurde, zog sich der eigentliche Crash über Tage, und die folgende Baisse erreichte erst 1932 ihren endgültigen Tiefpunkt. Das gleiche Ereignis bezeichnet man in Europa meist als Schwarzer Freitag. Dies wird häufig damit begründet, dass durch die Zeitverschiebung die Nachricht vom Crash in Amerika erst nach der abendlichen Schließung der Börsen in Europa eingetroffen sei und somit erst am nächsten Tag zur Panik an den europäischen Aktienmärkten geführt habe. In den USA bezeichnet der Black Friday den Börsencrash vom 24. September 1869.
1956: Der Streik um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall beginnt in Schleswig Holstein, der mit 114 Tagen Dauer der längste Streik in Deutschland seit 1905 werden wird. Mehr als 34.000 Beschäftigte der Metallindustrie erstreikten nach 114 Tagen einen Tarifvertrag, der die Arbeiterinnen und Arbeiter bei Krankheit besser absicherte, da nun der Lohn bei Krankheit weitergezahlt wurde. Damit wurde ein Grundstein für die heutigen tarifvertraglichen und gesetzlichen Regelungen zur Lohnfortzahlung bei Krankheit gelegt.

Wissenschaft und Technik:
1824: Auf Anregung von Johann Wolfgang von Goethe wird in Frankfurt am Main ein Physikalischer Verein gegründet.
1851: William Lassell entdeckt die Uranusmonde Ariel und Umbriel.
1873: Der österreichische Kaiser Franz Joseph I. eröffnet in Wien anlässlich der Weltausstellung die I. Wiener Hochquellenwasserleitung, die größte Wasserversorgungsanlage Europas. Nach vierjähriger Bauzeit wurde die 95 Kilometer lange Leitung am 24. Oktober 1873 eröffnet. Heute liefert sie rund 62 Millionen Kubikmeter pro Jahr, das entspricht 53 Prozent der Gesamtmenge des Jahres 2007.
1931: Die George Washington Bridge zwischen New York City und New Jersey wird eröffnet. Sie verbindet die Insel Manhattan mit Fort Lee, New Jersey. Sie ist die einzige Brücke, die Manhattan nach Westen mit dem Festland verbindet. Lediglich der Holland Tunnel und der Lincoln Tunnel bieten weitere Straßenverbindungen nach New Jersey.Die Gesamtlänge der Brücke beträgt 1451 Meter. Die Spannweite zwischen den beiden Pfeilern beträgt 1067 Meter, was zur Zeit ihrer Eröffnung einen neuen Weltrekord darstellte und die bis dahin größte Spannweite der Ambassador-Brücke (564 m) weit übertraf.
1939: Das erfolgreichste US-Starrluftschiff, der in Deutschland gebaute Zeppelin LZ 126/ZR-3 USS Los Angeles, wird außer Dienst gestellt
1998: Von Cape Canaveral wird die Raumsonde Deep Space 1 als erstes Raumfahrzeug mit einem Ionenantrieb ins All geschossen. Ein Ionenantrieb ist ein Antrieb für Raumfahrzeuge, bei dem nach dem Rückstoßprinzip der Ausstoß eines (neutralisierten) Ionenstrahls zur Fortbewegung genutzt wird. Es werden auch je nach Energiequelle die Begriffe solar-elektrischer Antrieb bzw. Solar Electric Propulsion (SEP) und nuklear-elektrischer Antrieb bzw. Nuclear Electric Propulsion (NEP) verwendet. Erzeugt wird der Ionenstrahl, indem Gasteilchen (z. B. Xenon) oder Kleinsttröpfchen (z. B. Quecksilber) zunächst ionisiert werden. Anschließend werden sie in einem elektrischen Feld oder mittels einer Kombination eines elektrischen Feldes und eines Magnetfeldes unter Ausnutzung der Lorentzkraft beschleunigt. Nach der Passage des sogenannten Neutralisators, der dem Strahl wieder Elektronen zuführt und ihn somit elektrisch neutral macht, werden die Teilchen in Form eines Strahls ausgestoßen. Der Vorteil des Ionenantriebs gegenüber dem chemischen Antrieb liegt darin, dass bei gleichem gelieferten Gesamtimpuls (d.h. erreichter Geschwindigkeitsänderung) weniger Treibstoffmasse verbraucht wird, weil die Geschwindigkeit der austretenden Teilchen wesentlich größer ist. Der spezifische Impuls liegt hier mit über 3000 s etwa achtfach höher als bei chemischen Triebwerken. Ein wichtiger Nachteil des Ionenantriebs gegenüber dem chemischen Antrieb besteht darin, dass er (genauso wie alle anderen elektrischen Raketenantriebssysteme) ausschließlich im Vakuum funktioniert. Deshalb kann er zwar im Weltraum, nicht aber zur Beschleunigung eines Raumflugkörpers innerhalb der Erdatmosphäre eingesetzt werden.
2003: Die Concorde startet zu ihrem letzten Flug von New York nach London. Die Flugzeit betrug mit etwa 3 bis 3,5 Stunden etwa die Hälfte moderner Unterschallflugzeuge, die Flughöhe lag bei bis zu 18 km. Die Concorde wurde von der französischen und britischen Luftfahrtindustrie auf Basis eines Regierungsabkommens vom 29. November 1962 gemeinsam entwickelt und erreichte maximal Mach 2,23 (2.405 km/h). Die Außerdienststellung fand 2003 statt. Bis zum Absturz einer Concorde am 25. Juli 2000 kam es in ihrer 27-jährigen Dienstzeit zu keinen größeren Unfällen oder Problemen. Überschallflugzeuge haben sehr hohe Betriebskosten, darum wurden sie für die kommerzielle Luftfahrt uninteressant, besonders nach der Ölkrise in den frühen 1970er Jahren. Die US-Bundesluftfahrtbehörde FAA verbot zudem anfangs mit Wirkung vom 27. April 1973 das Überfliegen des Hoheitsgebietes der USA mit zivilen Überschallflugzeugen. Daraufhin stornierten viele Fluggesellschaften, vor allem Nordamerikas, ihre Bestellungen des innovativen europäischen Flugzeugs.
2007: Die erste World Vision Kinderstudie wird herausgegeben. Sie soll ab 2010 alle vier Jahre erscheinen und ein repräsentatives Bild von der Lebenssituation, den Wünschen, Bedürfnissen und Interessen der Kinder in Deutschland zeichnen.

 

(Quelle: Wikipedia)

 

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