Handwerkszeug für Entscheider

WebConference „Handwerkszeug für Entscheider“: Michael Moesslang über „Präsentieren, spannend wie Hitchcock“

AGITANO, das Wirtschaftsforum WebConference, Handwerkszeug, Erfolg, Führung, Präsentationen, Soft Skillsfür den Mittelstand, veranstaltet am Dienstag, den 30. April 2013 von 9.00 bis 17.00 Uhr, eine WebConference zum Thema “Handwerkszeug für Entscheider”. Im Fokus stehen Soft Skills für Fach-und Führungskräfte sowie allgemein Entscheider. An dem Webinartag  berichten erfahrene Coaches und Trainer über ihre Spezialthemen, beispielsweise intelligente Führung und Leadership, Rhetorik im Unternehmensalltag, Team-Motivation und Selbstmotivation, spannend und erfolgreich Präsentieren sowie BurnOn-Management – so funktioniert Brennen statt Ausbrennen. Im folgenden Michael Moesslang im Interview zu seinem Thema „Präsentieren, spannend wie Hitchcock“.

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Guten Tag Herr Moesslang, Ihr Vortrag bei der kommenden AGITANO WebConference Handwerkszeug für Entscheider heißt „Präsentieren, spannend wie Hitchcock“. Aber bevor wir darauf eingehen, stellen Sie sich doch bitte zunächst kurz vor.

Man nennt mich auch den Hitchcock der Präsentation, ein Name, der durch mein aktuelles Buch entstanden ist: „So würde Hitchcock präsentieren – Überzeugen Sie mit dem Meister der Spannung“. Als Redner habe ich schon weit über 1.000 Reden, Präsentationen und Vorlesungen gegeben und mir dabei immer schon vorgenommen, keinen Zuhörer je zu langweilen. Aus diesen Erfolgen habe ich nicht nur selbst viel gelernt, sondern gebe dies auch immer gerne an meine Teilnehmer weiter.

Wie wichtig ist der Spannungsbogen in Unternehmenspräsentationen und Vorträgen?

Wer nicht aufpasst, kann kaum überzeugt werden. Nach Umfragen fühlen sich aber über 84 Prozent aller Präsentationsteilnehmer gelangweilt oder sogar noch schlimmer. Wer also präsentiert, hat die Verantwortung dafür, ob seine Zuhörer einschlafen oder überzeugt werden. Da lohnt sich der Aufwand allemal, schließlich geht es bei internen wie externen Präsentationen meist um wichtige Entscheidungen. Ein Spannungsbogen hält also die Aufmerksamkeit hoch und regt das Publikum an, mitzudenken.

Was gibt es generell für Möglichkeiten, damit das Präsentation-Publikum aufmerksam zuhört – und dann im Anschluss auch kauft?

Neben der Dramaturgie einer Präsentation sind das allgemein Spannungstechniken, wie sie auch Hitchcock meisterlich eingesetzt hat, beispielsweise Tension. Das ist eine kurz Verzögerung, die einen Moment der Spannung erzeugt. Aber auch ein spannendes Sprechen mit dynamischer Körpersprache ist wichtig. Monotonie macht müde.

„Suspense“ ist das Stichwort, welche Vorteile hat eine Präsentation mit Suspense und gibt es so etwas wie ein „Patentrezept“ dafür?

Was ist Suspense? Hitchcock hat es so definiert: „Wenn der Zuschauer am liebsten dem Helden eine Warnung zurufen möchte, dann ist das Suspense.“ Vereinfacht gesagt heißt das, dass eine Präsentation einen Höhepunkt braucht und auf diesen hinarbeitet. Dabei darf dieser nicht überraschend kommen, sondern muss durch kleine Hinweise und Andeutungen Vermutungen auslösen, mit denen das Publikum aber zunächst noch in Unsicherheit schwebt. Erst beim Höhepunkt löst der Präsentator auf. Nun kann sich derjenige freuen, der schon die richtige Ahnung hatte. Aber auch für den, der daneben lag, ist jetzt die richtige Lösung eine Erleichterung und ein Aha-Effekt. Entscheidend ist der Weg dahin. Anstatt die Präsentation bestenfalls zu konsumieren wird bei einer spannenden Präsentation mitgedacht und sogar versucht vorauszudenken.

Welchen größten Fehler kann man als Referent vor seinen Zuschauern machen?

Zu Langweilen! Und Langeweile entsteht mit monotoner Art – Körpersprache, Stimme, Sprechweise – den Inhalt zu präsentieren, ohne Highlights und Spannungsbogen. Manche Redner sind da ja nahezu arrogant, weil Sie sich selbst ausreichend Routine zuschreiben und die Schuld stattdessen beim Publikum suchen.
Natürlich kann man viele Details verkehrt machen, wie den Oberlehrerfinger, das Merkel’sche Dach oder den Stift in der Hand gegen Nervosität, um Beispiele aus der Körpersprache zu nehmen. Oder die berühmten übervollen Textfolien, die leider immer noch Alltag sind.

Was erwartet den Teilnehmer in Ihrem Webinar?

Spannung! Oder um es in konkrete Inhaltspunkte zu übersetzen:

  • Spannende erste Sekunden: Publikum sofort gewinnen
  • Suspense, Tension und Surprise: Spannung hoch drei!
  • Mit Bildersprache spannendes Kopfkino initiieren

Warum sind Sie bei der 2. AGITANO WebConference als Experte mit dabei?

Weil ich das „Konzept AGITANO“ eine gute Idee finde und hier Profis – sowohl in der Redaktion als auch bei den Autoren – Wissen, Techniken und Tipps geben, die wirklich wertvoll für die Leser sind. Und das täglich!

Herr Moesslang, vielen Dank für das Interview.

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Moesslang
Bild: Michael Moesslang

Zur Person:

Michael Moesslang nimmt seine Zuhörer auf eine Reise mit, in der Präsentationen, Vorträge und Kommunikation spannend und lebendig werden. Der Dipl. Kommunikationswirt BAW, Top 100 Speaker, 5 Sterne Redner, 5 Sterne Trainer, Erfolgs-Autor und Lehrbeauftragter – z. B. St. Galler Business School, European Business School der Hochschule Reutlingen – ist der Experte für „PreSensation®“. In weit über 1.000 Vorträgen und Präsentationen motivierte er mit seinen mitreißenden Keynotes. (Mehr über Michael Moessalng und seinen Vortrag auf der WebConference am 30. April 2013 erfahren Sie hier.)

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Zur WebConference „Handwerkszeug für Entscheider“

  • Tag: Dienstag, 30. April 2013
  • Uhrzeit: 9.00 bis 17.00 Uhr
  • Lokation: online (und im Anschluss on demand)
  • Preis: € 49 brutto; (weitere Personen € 39 / Aktionscode auf Anfrage redaktion@agitano.com)

-> Weitere Informationen zum Programm, zum Ablauf und zur Anmeldung finden Sie hier.

Folgende sieben Experten werden referieren:

  • Michael Moesslang:
    „Präsentieren, spannend wie Hitchcock“
  • Nicola Fritze:
    „Motivier Dich selbst – sonst macht’s ja keiner!“
  • Dr. Christiane Nill-Theobald:
    „Die neue Lust auf Leistung – BurnOn:
    Brennen statt Ausbrennen“
  • Sonja Volk:
    „Erfolg ist Einstellungssache“
  • Karin Lohner:
    „Essential Leadership – Menschen wollen geführt werden nicht getrieben“
  • Volker Schneider:
    „Leadership –intelligente Führung beginnt bei mir selbst“
  • Stephane Etrillard im WebTalk:
    „Rhetorik im Unternehmensalltag“ 
  • plus ein Spezial zu “Evaluieren des eigenen Unternehmens” von Peter P. Müller.

-> Direktlink zu weiteren Informationen, zum Programm und zur Online-Anmeldung.

Marc Brümmer

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