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Webinare als Ersatz für Seminare?

Durch die rasante Entwicklung der digitalen Welt in den letzten 15 Jahren haben immer wieder technische Innovationen ihren Weg in den Alltag der Menschen gefunden. Eines dieser Elemente ist die spielerisch leichte Art der neuen Kommunikation, die unsere Welt nachhaltig verändert und dabei Grenzen überwunden hat. Auch im Bildungsbereich stellt uns die digitale Revolution neue Werkzeuge zur Verfügung – eines davon sind die Webinare.


Was ist ein Webinar?

Ein Webinar ist – schlicht umschrieben – nichts anderes als ein Online-Meeting mehrerer Personen. Dabei ist es eigentlich egal, welche inhaltlichen Dimensionen dabei genutzt werden, denn im Vordergrund steht die problemlose Zusammenkunft und Kommunikation von Teilnehmern – unabhängig von deren Standort. Allerdings ist es in der Regel so, dass der bzw. die Referenten von den Teilnehmern gesehen werden können, während das umgekehrt nicht der Fall ist. Die Kommunikation erfolgt überwiegend per Webcam und Mikrofon bzw. einer integrierten Chatfunktion.

Webinare dienen als digitaler Ersatz Seminare, Produktvorstellungen, Coachings, Keynotes und Schulungen. Dabei ist die Technologie mittlerweile recht verbreitet und dementsprechend tummeln sich einige Anbieter von SaaS-Lösungen und traditioneller Software auf dem Markt, die sich in kostenlose Anbieter wie BigBlueButton, OpenMeetings oder Companystream und professionelle Services wie Brother aufteilen.

Webinare als Ersatz für Seminare?
Bild: Viktor Hanacek / picjumbo.com

Was sind die Vorteile?

  • Einsparung Reisezeit und -kosten
  • je nach technischer Ausstattung ist eine flexible Zuschauerauslastung möglich
  • on-demand-Funktionen ermöglichen das spätere erneute Anschauen des Webinars
  • direkter Zugriff auf bereitgestellte Dokumente, Links oder Medien

Was sind die Nachteile?

  • Interaktion ist auf den digitalen Rahmen beschränkt
  • Abhängigkeit von den gegebenen technischen Möglichkeiten des jeweiligen Teilnehmers
  • Sozialisierung wie bei traditionellen Events fällt weg
  • mögliche Ablenkung der Teilnehmer zuhause am eigenen PC

Webinare als Allheilmittel?

Ein Webinar kann durchaus herkömmliche Meetings ersetzen. Die Zeit-, Kosten- und Logistikersparnis ist sowohl für Teilnehmer als auch für die Organisatoren enorm und die technischen Möglichkeiten bieten quasi unbegrenzten Spielraum für quasi jede Art der Anwendung. Das soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch traditionelle Meetings, Seminare oder Schulungen durchaus ihren Zweck erfüllen und gerade in Fragen des persönlichen Kontaktes der Teilnehmer und Referenten untereinander einen großen Pluspunkt verbuchen.

Es stellt sich also hier keine „entweder – oder“-Frage, denn beide Formen erfüllen ihren Zweck ganz hervorragend. Man sollte lediglich die Intention und die Umstände der jeweiligen Veranstaltung sorgfältig abwägen, um sich dann zwischen beiden Alternativen zu entscheiden, denn nicht jedes Seminar kommt in digitaler Form ähnlich gut an und im Umkehrschluss gilt das natürlich auch.

Ein Kommentar zu “Webinare als Ersatz für Seminare?

  1. Ich stimme Ihnen zu, dass Webinare kein Ersatz für Präsenztreffen sind. Leider gibt es auch sehr viele online Meetings, die reine Akquise bzw. Werbung beinhalten – und da gibt es natürlich kaum Interaktion.

    Wir haben andere Erfahrungen in den letzten Jahren gesammelt: zum Einen nutzen wir Webinare in der Personalentwicklung unserer Mitarbeiter (z.B. zum Thema Projektmanagement oder zu PC Anwendungen). zum Anderen schulen wir seit 6 Jahren Mitarbeiter von Unternehmen in der Konzeption und Gestaltung von interaktioven Webinaren und Web-Meetings. Und der Erfolg zeigt, es geht auch anders 😉 [siehe online Fortbildung zum Webinarrainer und online Moderator]. Beste Grüße
    Gabriele Hartung

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