Panorama

Weihnachten ist noch immer ein schönes, besinnliches Christenfest – Adventsgespräch mit Ralph Heim

Das 17. Türchen des AGITANO Adventskalenders öffnen wir am 17. Dezember 2011, mit Ralph Heim, Geschäftsführer und Gesellschafter der H-I-M Villenbau GmbH, einem Experten für den Bau von Villen und kleinen exklusiven Wohnanlagen. Im Rahmen des AGITANO Adventsgesprächs spricht er über seine persönliche Advents- und Weihnachtszeit.

Wie kam es eigentlich zu den AGITANO Adventsgesprächen? Ulrich B Wagner (mit dem wir das heutige Interview geführt haben) hat am 23. November 2011 eine Kolumne mit dem Titel “Advent, Advent, die Seele brennt … Alle Jahre wieder, oder über den Horror des Daueradvents …(!?)” geschrieben. Dies gab bei uns den Anlass, dem Thema genauer auf den Grund zu gehen und persönliche Erfahrungen unterschiedlicher Menschen zum Weihnachtsfest zu sammeln, in Form der AGITANO Adventsgespräche. Hierzu werden wir nun an jedem Tag in der Vorweihnachtszeit mit einer Persönlichkeit aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft über ihre Erfahrungen und Wünsche zur Advents- und Weihnachtszeit sprechen. Dies soll gleichzeitig für unsere Leser eine Möglichkeit sein, sich auf die ruhigere Zeit einzustellen und "kleine" gedankliche Auszeiten zu nehmen.

 

Welche Bedeutung hat für Sie Weihnachten?

Weihnachten ist für mich noch immer ein schönes, besinnliches Christenfest. Eis und Schnee sind dabei genauso wichtig wie der Tannenbaum und die Lichter in dieser dunklen Jahreszeit. Auch wenn es heute bis zur letzten Minute immer hektisch zugeht, spätestens am 24. dem Heiligen Abend, kommt dann langsam die Ruhe und Entspannung und wir genießen die 3 Tage so gut wie möglich.

Wie gestalten Sie die Adventszeit?

Die Wohnung erhält nicht nur einen Adventskranz, sondern auch einen Adventskalender, der Wohnbereich wird vorweihnachtlich geschmückt, mit Tannenzweigen, Tannenzapfen, Kerzen, Engeln und Weihnachtsmänner tummeln sich an den Fenstern und Regalen, alles stimmungsvoll, keinesfalls kitschig, das ist mir wichtig !

Auf was freuen Sie sich zu dieser Jahreszeit am meisten?

Auf Weihnachtsmärkte auf dem Land, mit schönen Ständen, traditionellen Angeboten von Handwerkskunst mit weihnachtlichen Motiven,
Weihnachtsgebäck, Bratwürste in der Semmel und den Duft von Glühwein. Das Ganze am besten bei minus 3 bis minus 13 Grad, einem halben Meter Neuschnee und Sternenhimmel !

Wie feiern Sie selbst Weihnachten?

Da kommt als erstes ein min. 2,5 m hoher Tannenbaum ins Wohnzimmer, geschmückt mit vielen Lichtern und vielen roten Kugeln. Neben dem bereits vorhandenen Adventsschmuck ist er die optische Krönung der Weihnachtsdekoration. Am Nachmittag gibt es Kaffee mit Christstollen, aber nur den aus Annaberg, der ist einfach voll mit Zitronat, Orangeat, Rosinen und vielem mehr, in herrlich aromatischem Teig, ein Genuß hoch 3.

Danach wird gemütlich entspannt bei Weihnachtsmusik und Weihnachtsgeschichten. Am Abend so gegen 18 Uhr dann wird der große Tisch festlich gedeckt und es kommen lauter Leckereien darauf: Hummer, Krabben, Lachs, Kaviar werden schön angerichtet und je nachdem mit Weißbrot oder Toast verzehrt. Ist alles fertig, so läutet ein Glöckchen, alle kommen in den Raum, wünschen sich frohe Weihnachten und umarmen sich gegenseitig. Dann wird angestoßen mit Champagner, man nimmt Platz, die Gaumenfreuden werden verzehrt und dazu gibt es herrliche Weißweine aus Österreich oder Italien. Und so gegen 21 Uhr nähert man sich dem Weihnachtsbaum, vor dem die schön verpackten Geschenke liegen, auf die man während des Essens schon ab und zu ein Auge geworfen hat. Die Neugier ist so ständig gewachsen und jetzt darf jeder schauen, welches Päckchen wohl mit dem eigenen Namen versehen ist. Und dann geht es ans Auspacken, da, wo man die kleinsten bzw. einfacheren Präsente erwartet, startet man und jene, von denen man am meisten erhofft, die kommen zum Schluß dran, schade nur, wenn man sich bei der Reihenfolge etwas verschätzt hat. Aber die Zwischendurchfrage „und was soll ich jetzt aufmachen“, hilft dabei sehr, es richtig zu machen. Dann freut man sich und läßt den Abend langsam ausklingen !

Was ist die schönste weihnachtliche Erinnerung ?

Das war natürlich die Kindheit, als man noch an das Christkind glaubte. In den Wochen vor Weihnachten wurde fleißig gebacken, Plätzchen, Stollen, Lebkuchen, alles machte meine Mutter noch selbst, wir Kinder haben mit Begeisterung geholfen und am liebsten den köstlichen Teig genascht. Am Heilig Abend war natürlich die Spannung gewaltig, hinter verschlossenen Wohnzimmertüren haben die Eltern dem Christkind geholfen den Baum aufzustellen und zu schmücken, zum Schluß hat das Christkind die Geschenke gebracht und unter den Baum gelegt.

Und sobald es mit allem fertig war, meist am frühen Abend wenn es schon dunkel war, dann hat es ein Glöckchen geläutet, ist aus dem Fenster geflogen und wir Kinder durften in das Weihnachts-Wohnzimmer. Einmal war es etwas zu langsam, da hatten wir die Tür schon geöffnet, als es noch im Fenster stand mit langem weißen Kleid, Flügel und Kopfschmuck, aber dann sofort nach draußen davonflog.

Wir wohnten im Erdgeschoß und später erfuhr ich, es war die ältere Tochter des Nachbarn, es war genauso geplant und ihr Vater hatte sie im Garten aufgefangen ! Dieses Weihnachten vergesse ich nie !

Vielen Dank Herr Heim für ihre persönlichen Einsichten in Ihre Advents- und Weihnachtszeit. Das gesamte AGITANO-Team wünscht Ihnen eine schöne und ruhige Vorweihnachtszeit.

 

Das Gespräch führte Oliver Foitzik (Herausgeber AGITANO).

 

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