Regionales

Weinbau: Regierung ersetzt Ernteausfälle und fördert ökologischen Anbau

Einerseits war es ein sehr gutes Jahr für Baden-Württembergs Weinbauern, andererseits auch nicht. Wegen eines warmen Frühlings und Frühsommers sind die Weine des Jahrgangs 2011 in einigen Regionen qualitativ sehr gut ausgefallen während Weinbauern in anderen Regionen einen Totalausfall wegen Spätfrost hinnehmen mussten, vor allem das Taubertal, Kocher-Jagstgebiet und auch das württembergische Unterland. „Die Landesregierung hat den betroffenen Betrieben zugesichert, schnell und unbürokratisch zu helfen. Mit dem Nachtragshaushalt für 2011 konnten wir sieben Millionen Euro an direkter Hilfe bereitstellen, die noch in diesem Jahr ausbezahlt werden“, verspricht der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Alexander Bonde. Mit der Frostbeihilfe können bis zu 80% des Ausfalls ausgeglichen werden. Die Betriebe müssen entsprechende Anträge bis zum 31. Oktober 2011 stellen.

Des Weiteren will die grün-rote Regierung den ökologischen Weinbau in Baden-Württemberg noch weiter ausweiten. Bisher machen nur 5% der Gesamtanbaufläche ökologisch bewirtschaftete Rebflächen aus. Dieser Anteil soll Schritt für Schritt angehoben werden. Minister Bonde: „Die grün-rote Landesregierung hat ein besonderes Auge auf Nachhaltigkeit und ökologische Produktionssysteme.(…) Deshalb heben wir den von der Vorgängerregierung beschlossenen Stopp der Förderung bei der Umstellung von konventionellem auf ökologischen Weinbau wieder auf“. Bei ökologischem Weinbau handelt es sich um den Ausbau von Rebflächen von einer Monokultur zu einer Polykultur. Dabei soll ein funktionierendes Ökosystem geschaffen und natürliche Lebensprozesse gefördert werden, was auf diese Weise den Einsatz von chemisch-synthetischen Substanzen überflüssig macht.

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