Wirtschaft

Weltgrößtes Zinnvorkommen in Sachsen wird angebohrt

Im vogtländischen Gottesberg bohrt die Deutsche Rohstoff AG seit Dienstag nach Zinn. In der Region wird – ausgehend von DDR-Untersuchungen – eine der weltweit größten, noch unerschlossenen Zinnlagerstätten vermutet. Die Untersuchung soll nun überprüft werden. Ein kommerzieller Abbau ist von den Ergebnissen offen, dürfte allerdings aufgrund der stark gestiegenen Preise für das Schwermetall nur noch eine Frage der Zeit sein. Das Metall wird vor allem bei der Produktion von Elektrogeräten sowie Blechen und Legierungen benötigt.

In Sachsen sollen insgesamt rund 180.000 Tonnen Zinn im Wert von vier Milliarden Euro lagern. Im Osterzgebirge wird auch das größte Vorkommen an dem Hightech-Metall Lithium in Europa vermutet. Solarworld, mit Unternehmenssitz in Bonn, hat bereits im März 2011 mit entsprechenden Erkundungen der Lagerstätte begonnen. Zudem wird auch die Ausbeutung von Kupferschieferlagerstätten und Silber- und Goldvorkommen erwogen. Auch das für die Chip-Industrie wichtige Metall Indium sowie Zink, Kupfer, Blei und Wolfram kommen im Erzgebirge vor. Dem sächsischen Wirtschaftsministerium liegen derzeit insgesamt zehn Bergbauberechtigungen vor. Damit dürfte es im Erzgebirge zu einer Renaissance des Bergbaus kommen.

 

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