Wirtschaft

Weltweit 28 Banken als systemrelevant eingestuft – „too big to fail“

Der Baseler Ausschuss und der Finanzstabilitätsrat (FSB) haben unter Führung des designierten EZB-Chefs Mario Draghi wie bereits erwartet die Anzahl der weltweit systemrelevanten Banken veröffentlicht. 28 Banken seien demnach zu groß, als dass man sie im Ernstfall pleite gehen lassen kann. Um diese Großbanken, die „too big to fail“ sind besser vor Krisen zu schützen, wird ein Kapitalaufschlag für die Eigenkapitalquote von 1,0 bis 2,5% je nach tatsächlicher Größe vorgeschlagen. Die Namen der betroffenen Finanzinstitute wurden jedoch nicht genannt. Die genauen Details der engeren Vorschriften für diese Banken werden nun auf dem G20-Gipfel in Cannes im November beschlossen. Der FSB will zudem Regeln erarbeiten, wie mit diesen mächtigen Instituten in einer Krise umgegangen werden kann, um sie notfalls dennoch geordnet und damit gefahrlos für die Branche auch über die Grenzen hinweg abwickeln zu können – unter Einbeziehung der Aktionäre und Anleihenkäufer.

Obwohl keine Namen genannt wurden, gilt als sicher, dass die Deutsche Bank in die höchste Kategorie fällt und demnach 2,5% mehr Kapitalpuffer aufbringen muss. Die Commerzbank wird wohl ebenfalls als systemrelevant eingestuft werden.

Die beiden schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse haben, um die schweizer Volkswirtschaft sowie auch die Banken selbst besser zu schützen, ohnehin bereits höhere nationale Eigenkapitalquoten auferlegt bekommen, als derzeit international verhandelt werden. Gleiches gilt auch für China.

Mit der möglichen Systemrelevanz großer Versicherer wird sich nun im Anschluss befasst.
 

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