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Wenn die Stimmung nicht stimmt: schlag zu oder schraube richtig

… aus der wöchentlichen Themenserie „Ihr guter Ton“ vom Kommunikationsexperten und Businesscoch Manuel Stöbel. Nachdem Sie im vergangenen Beitrag mehr über „die Führungskraft und seine Arbeit als Stimmer“ erfahren haben, geht es heute darum, was Sie als Unternehmer oder Abteilungsleiter machen können, wenn die Stimmung im Keller ist.

Manchmal bleibt nur der Hammer

Hammer, Werkzeug, Handwerk
Stimmung im Keller? Manchmal hilft nur der Hammer! (Bild: Lupo / pixelio.de)

Das Bild des Stimmers vom letzten Artikel, ist eines meiner brauchbarsten Bilder auf dem Weg zum guten Ton eines Unternehmens. Der Stimmer stimmt das, was disharmonisch ist sanft mit einem angepassten Schraubenschlüssel. Am Klavier kann man nicht jeden x-beliebigen Schlüssel nehmen, sondern es muss eben der Stimmschlüssel sein, der zum Instrument passt. Auf der anderen Seite bleibt auch beim besten Instrument manchmal nur der Hammer, der es endgültig zerkleinert. Manchmal ist die Stimmung nicht mehr zu retten und es bleibt nur eine aufwendige Restauration – und das wird richtig teuer – oder eben die Hammermethode. Die löst das Problem zwar brutal – doch gelöst ist es dann. Wie auch immer: es kommt auf den Ist-Zustand an, auf die jeweilige Situation und auf die zu stimmenden Instrumente. Diese sind Ihre Mitarbeiter, wenn Sie Führungskraft sind.

Was Sie nicht können: sich vorbereiten

Sie als Führungskraft (als Stimmer) kommen in Ihr Unternehmen und finden die Stimmung im Keller, auf der höchsten Spitze überhaupt oder auch in sich verstimmt (das nennt man dann musikalisch eine Schwebung). Was Sie nicht können: sich vorbereiten. Denn eine Stimmung muss gehört, gefühlt und gesehen werden. Jeder gute Klavierstimmer wartet mit seiner Stimmungsdiagnose, bis er das Instrument gesehen und gehört hat. Erst dann setzt er seinen Stimmschlüssel an (den Hammer würden Sie dann als Besitzer eher selbst ansetzen, wenn die Stimmung nicht mehr zu retten ist 🙂 ).

Mit echter Handarbeit zur wohltemperierten Stimmung

Was brauchen Sie also als täglich die Mitarbeiterstimmung ermittelnde Führungskraft?Zum Beispiel ein Stimmgerät? Ein, zwei Mal im Jahr durchzuführendes Stimmungsbarometer mittels Fragebogen oder Gesprächen? Das ist eine Möglichkeit. Doch der echte Profi macht es anders: seine einzigen Hilfsmittel sind seine Ohren und Sinne. Er hört, fühlt, sieht und „schmeckt“ die Stimmung der Instrumente (der Mitarbeiter). Er weiß über die Belange und Bedürfnisse seiner Mitarbeiter, kann auf der Klaviatur spielen und schafft es mit echter Handarbeit eine wohltemperierte Stimmung zu zaubern. Und das – wie letztes Mal erwähnt – auch auf teils groben Wegen. Zur Not aber ist der Stimmungsprofi auch ehrlich und sagt, dass es da  nichts zu stimmen gibt und empfiehlt die Hammer-Methode. Stimmen ist eine Mischung aus Sinne gebrauchen, sauberem Handwerk und einer ganze Menge Wissen – eben auf dem Weg zum guten Ton Ihres Unternehmens.

Das kommende Mal wird es um den ersten Kontakt mit einer Verstimmung gehen und wie der Stimmer damit umgeht!

Ihr guter Ton, Unternehmenskommunikation
(Foto ©: Manuel Stöbel)

Über Manuel Stöbel:

Manuel Stöbel ist der gute Ton Ihres Unternehmens. Die signifikanten Ergebnisse seines Engagements sind wertschöpfende Kommunikation für Branding, Leadership, Softskills und Personality. Sein persönlicher Background die Opernbühne und zwei Dekaden Trainingserfahrung lassen bekannte Themen in neuen Blickwinkeln deutlich werden und schaffen stets eine Atmosphäre kreativer Effizienz. Mehr über Manuel Stöbel finden Sie in seinem AGITANO-Expertenprofil und im Internet unter: www.manuel-stoebel.de.

Christoph Schroeder

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