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Wer passt zu wem? – DiSG® im Recruiting – Teil 2

Bewerber sitzen nebeneinandergereicht auf Stühlen, Gesichter sind nicht zu erkennen. Durch Recruiting mit DiSG® lernen Unternehmen die Bewerber wirklich kennen

Im ersten Teil zum effizienten Assessment-Tool DiSG® haben wir erfahren, wie besonders wichtig es ist, dass Teams in Unternehmen sich in ihren Verhaltensweisen und Fähigkeiten optimal ergänzen, vor allem angesichts der völlig neuen Generationen an Mitarbeitern, die auf den Arbeitsmarkt drängen. Heute beleuchten wir, wie Sie ein ideales Anforderungsprofil für neue Mitarbeiter erstellen und so die optimal zu Ihnen passenden Mitarbeiter wählen.

Schritt für Schritt zum idealen Mitarbeiter

Wird das DiSG®-Profil in der Personalauswahl eingesetzt, so ist bereits sehr früh zu erkennen, welcher Verhaltenstyp sich hinter einem Bewerber versteckt. Es wird sich für den DiSG®-erfahrenen HR-Mitarbeiter rasch eindeutig herauskristallisieren, ob er es bei diesem Bewerber mit einem tendenziell dominanten, initiativen, stetigen oder gewissenhaften Persönlichkeitstyp zu tun hat. Auch wichtige Aspekte rund um die individuellen Stressfaktoren einer Person und die Situationen, die eine Person bevorzugt oder ablehnt, lassen sich so sehr aussagekräftig etablieren. Die Kernfrage beim Bewerbungsvorgang ist immer die folgende: Welcher Typ ist dieser Bewerber eigentlich? Wo liegen seine Stärken, seine Schwächen und seine individuellen Herausforderungen? Damit dieses Wissen aber auch effizient angewendet werden kann, müssen Sie zuerst ein genaues Anforderungsprofil für diese spezielle Position erstellen.

Das Anforderungsprofil

Viele Personalverantwortliche legen gesteigerten Wert auf bestimmte Fähigkeiten in der Interaktion mit anderen Mitarbeitern oder Kunden sowie auf Verhaltenspräferenzen, die den künftigen Aufgaben entgegenkommen. Die Kriterien, die ein neuer Mitarbeiter unbedingt mitbringen muss, auf der Basis von DiSG® zu erstellen, kann sich je nach zu besetzendem Job als sehr hilfreich erweisen. Recruiter sollten sich dabei die Aspekte Umsetzung des Pensums und Erfüllung der Aufgaben, die Verhaltensweise und die Kommunikationstendenzen im Team genauer ansehen. Wird eine Vertriebsstelle besetzt, ist eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit sicher vorteilhaft. Personen, die hingegen gerne an schwierigen Problemen und Detailfragen basteln, fühlen sich voraussichtlich in der ruhigen Entwicklungsabteilung wohler. Das Abgleichen der definierten Kriterien wird mit DiSG® zu einer einfachen und zeitsparenden Aufgabe. Vergessen wir dabei nicht, jeder DiSG®-Typ bringt immer verschiedene Stärken mit, die für die Auswahl für die Zusammenarbeit mit einem bestimmten Team entscheidend sein können. Ein häufiger Fehler, der hier – vor allem zum Beginn der Arbeit mit DiSG® – oft begangen wird, ist, neue Mitarbeiter so auszuwählen, dass sie genau jene Eigenschaften aufweisen, die alle anderen Teammitglieder auch schon mitbringen. „Weil sie sich ja dann so gut verstehen“, ist dann meist als Argument zu hören. Ja, das mag stimmen, aber Sie nehmen diese Menschen ja nicht auf, damit sie zu Busenfreunden auf der gleichen Wellenlänge werden, sondern weil sie zusammen etwas weiterbringen sollen. Wenn Sie nun Ihr Team so aufstellen, dass Sie nur dominante und initiative Mitarbeiter darin vertreten haben, wird die Atmosphäre vor Schaffens-Energie zwar nur so vibrieren,  aber es wird sich wohl niemand um die tatsächliche Umsetzung all dieser neuen Ideen und Vorhaben kümmern. Dazu brauchen Sie nämlich die stetigen und vor allem die gewissenhaften Persönlichkeitstypen – und die haben Sie ja nicht eingestellt, weil Sie Ihrer Meinung nach gar nicht dazu passen. Bei der Arbeit mit DiSG® sind es deswegen immer zwei Kriterien, die Sie als Recruiter zu interessieren haben: a) Wer ist mit welchen Verhaltensweisen schon im Team beziehungsweise welche Verhaltenstypen fehlen noch und b) Welcher der neuen Bewerber bringt genau das mit, was das bestehende Team optimal ergänzt? Es ist zugegebenermaßen eine Gratwanderung, wenn diese aber gelingt, haben Sie ein wahres Dreamteam geschaffen.

Welche Mitarbeiter mit welchen Verhaltenstendenzen stehen zur Verfügung?

Sehen wir uns zum näheren Verständnis noch einmal an, welche Persönlichkeitsstile das DiSG®-Modell im Bereich Mitarbeiter und Teams überhaupt umfasst und aus welchen Verhaltenstendenzen Sie „wählen“ können.

Der D-Mitarbeiter: Sie wünschen sich einen Mitarbeiter, der rasch zum Ziel kommen möchte? Dominante Mitarbeiter erreichen schnelle Ergebnisse und kommunizieren klar mit ihren Kollegen.

Der i-Mitarbeiter: Der neue Mitarbeiter soll gerne mit Menschen zu tun haben, begeisterungsfähig sein und zeitlich flexibel agieren? Dann ist ein Mitarbeiter mit dem i-Stil die beste Wahl.

Der S-Mitarbeiter: Sie wollen sich auf den neuen Kollegen absolut verlassen können? Sie möchten einen ruhigen, teamorientierten Mitarbeiter? S-Typen erfüllen diese Kriterien – sie sind taktvoll und geduldig.

Der G-Mitarbeiter: Im zu besetzenden Job geht es um viele Details, systematische Entscheidungen und qualitativ hochwertige Arbeit? Dann brauchen Sie wahrscheinlich einen G-Mitarbeiter, der Fakten und Studien mag.

Es geht also, salopp ausgedrückt, um den richtigen Mix! Und wie Sie, nachdem Sie Ihre ideale Mitarbeiter-Mixtur identifiziert haben, die richtigen Menschen auch finden, sehen wir uns im nächsten Beitrag an.

Wenn Sie mehr über Karl Kaiblinger und DiSG® erfahren möchten, besuchen Sie gerne auch sein Website www.disgprofil.eu.

Karl Kaiblinger

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