Frauen im Business

„Werden Sie zur Marke!“ – Interview mit Markenübersetzerin Carmen Brablec

Wie wird man zur Marke und was bringt das? Diese Fragen beantwortet seit vielen Jahren Carmen Brablec, die in Deutschland die Methode der „Brand Translation“ bekannt gemacht hat. Sie leitet die weltweit erste Markenbotschafter-Akademie, in der sie ihr Konzept „Selbstmarketing mit Sog“ an Unternehmer weitervermittelt. Denn: Wer zur Marke wird, für den wird Akquise plötzlich viel leichter. Statt den Kunden nachzulaufen, kommen die Kunden zu Ihnen! Auf dem Feminess Kongress 2015, der am 7. März in Frankfurt stattfindet, können Sie Carmen Brablec live als Speakerin erleben.

 

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© Carmen Brablec

Persönlicher Kurzsteckbrief von Carmen Brablec

Position: Inhaberin

Unternehmen: Carmen Brablec | Marke Kennen.Verstehen.Leben.

Vorlieben und Interessen: Netzwerken, Menschen, das Meer

 

Interview mit der Spezialistin für Marke, Markenübersetzung und Selbstmarketing Carmen Brablec

Hallo Frau Brablec, was kann ich mir unter einer „Markenübersetzerin“ vorstellen?

Hallo Herr Foitzik, danke für die Einladung zum Interview.

Die Markenübersetzung ist ein neuer von mir geschaffener Berufszweig. Marken sind nicht mehr bloße Kennzeichen oder Merkmalsbündel, sondern stehen für ein komplexes sozialpsychologisches Phänomen. Eine Marke kann man nicht anfassen, sie steht für weiche Faktoren, wie Werte, Emotionen und Wahrnehmung. Sie sind nicht quantitativ sondern rein psychologisch zu erfassen. Denn Marken wirken indirekt.

Der Mensch, der eine Marke vertritt, also der Mitarbeiter eines Unternehmens beispielsweise, ist derjenige, durch den die Marke direkt wahrnehmbar und erlebbar wird. Meine Aufgabe ist es, aus Mitarbeitern Markenbotschafter zu machen. Die definierte Marke wird in ein markenkonformes Wirkungskonzept übersetzt. Das jeden Wirkungsbereich eines Menschen umfasst.

Und was ist „Brand Translation“ genau?

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Auf dem Feminess-Kongress können Sie Carmen Brablec live erleben. (Bild: © Carmen Brablec)

Kurz gesagt, die Methode der Markenübersetzung. Also eine Marke in den Bereichen Optik, Verhalten und Kommunikation durch einen Menschen schlüssig erlebbar zu machen.

Wann wird ein Unternehmen oder eine Person zur „Marke“?

Es beginnt im Kopf. Wenn sich das Unternehmen oder die Person darauf besinnen, welchen Nutzen sie der Zielgruppe bieten und auf welche Weise sie diesen leben wollen. Im Fachjargon sprechen wir vom Markenkern und den Markenwerten. Die auch als Vision und Mission eines Unternehmens bekannt sind.

Was zeichnet am Ende vom Tag eine Marke wirklich aus?

Wir kaufen Produkte und konsumieren Leistungen, um Bedürfnisse zu befriedigen, Wünsche zu erfüllen und Probleme zu lösen. Marken gehen allerdings weit über diese Funktion hinaus. Marken bieten nicht nur Identifikationsmöglichkeit, sie stiften Sinn. Die Hauptaufgabe von Marken ist es, eine Beziehung zu Produkten und Dienstleistungen zu ermöglichen.

Eine Person, die eine Marke ist, können wir leichter einsortieren. Sie steht für etwas Bestimmtes, das wir verstehen und erklären können.

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© Carmen Brablec

Warum ist es für den Geschäftserfolg so wichtig, eine Marke zu sein oder zu haben?

Dafür gibt es drei Gründe: Erstens: Weil eine Marke die Basis jedes erfolgreichen Marketings ist. Für Produkte, Unternehmen und vor allem für Menschen, hier sprechen wir vom Selbstmarketing. Im Deutschen ist das ein schönes Wortspiel. Denn ohne Marke kann kein SelbstMARKEting stattfinden. Denn was soll vermarktet werden, wenn die Marke dafür nicht formuliert ist oder man sich ihrer Bedeutung bewusst ist?

Zweitens: Weil Marken in ihrem Segment einzigartig sind. Sie definieren sich nicht über den Preis, sondern über den Nutzen. Wer also aufhören will, mit Kunden über Preise zu feilschen oder mit Arbeitgebern über Gehälter zu verhandeln, der sollte sich zur Marke machen. Denn es ist klar, dass Marken einen Preis haben und der ist es wert!

Drittens: Weil nach einer Studie der University of Oxford in 20 Jahren 47 Prozent aller Arbeitsplätze von Maschinen übernommen werden könnten. Wer sich vorher als Marke positioniert hat, ist nicht so schnell austausch- und ersetzbar. Wer keine Marke ist, fällt weg.

Gerade Frauen fällt es oft schwer, sich selbst zu vermarkten. Haben Sie konkrete Tipps für unsere Leserinnen?

Darüber kann ich Bücher füllen. Entwickeln Sie sich zur Botschafterin Ihrer eigenen Marke.

Dafür habe ich Anfang des Jahres die Markenbotschafter-Akademie ins Leben gerufen, um genau dabei zu helfen. Ich habe sechs Jahre in meiner Selbständigkeit ums Überleben gekämpft, weil ich es nicht beherrscht habe, mich richtig zu vermarkten. Mein Konzept, das mich in anderthalb Jahren zur Elite in dem Bereich gebracht hat, gebe ich nun weiter. Weil ich will, dass sich andere nicht so lange quälen müssen. Denn wer viel Geld hat, der kann sich sehr gute Agenturen und Coaches leisten, doch am Anfang hat man meist kein Budget dafür. Für den Anfang stellte ich Ihnen die vier fatalsten Fehler des Selbstmarketing gerne als Video zur Verfügung: www.Selbstmarketing-mit-Sog.de.

Sie sind auf dem Feminess-Kongress 2015 als Referentin mit dabei. Was erwartet die Teilnehmerinnen?

Ich werde den Damen die Geheimnisse erfolgreicher Marken preisgeben und wie sie sich diese Prinzipien für ihre eigene Karriere zu Nutze machen können, um langfristig ein Selbstmarketing mit Sog-Effekt aufzubauen.

Liebe Frau Brablec, vielen Dank für das interessante Gespräch. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg!

Ich danke Ihnen für das angenehme Gespräch! Ich wünsche Ihnen einen charmanten Abend.

Das Interview führte Oliver Foitzik, Herausgeber von AGITANO und HCC-Magazin.

Hinweis der Redaktion

Nehmen auch Sie am Feminess Kongress 2015 am 07. März 2015 in Frankfurt am Main teil. Ein tolles Programm erwartet Sie. Sichern Sie sich hier gleich Ihren Platz: www.feminess-kongress.de/tickets. Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.feminess-kongress.de.

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© Carmen Brablec

Über Carmen Brablec

Carmen Brablec ist Deutschlands führende Markenübersetzerin. Sie leitet die weltweit erste Markenbotschafter-Akademie, in der sie Mitarbeiter zu aktiven, positiven Markenbotschaftern entwickelt und Einzelpersonen beibringt, Selbstmarketing mit Sog-Wirkung auszustatten. Sie besitzt mehrere Lehraufträge an renommierten deutschen Hochschulen und hat als Autorin über Dresscodes und Selbstmarketing bereits Bestsellerstatus erreicht.

Mehr über Carmen Brablec und ihr Konzept erfahren Sie unter www.carmenbrablec.de und unter www.selbstmarketing-mit-sog.de.

Katja Heumader

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