Deutschland

Wertanlage Beton? Was Immobilienfinanzierer beachten sollten

In Zeiten, in denen die Zinsen auf Spareinlagen historische Tiefststände erreicht haben, suchen immer mehr Anleger nach Alternativen zu Wertpapieren, Fonds & Co. Denn diese erscheinen aufgrund geringer Renditeversprechen als zunehmend unattraktiv. Oft wird das Heil in Sachwerten, wie zum Beispiel privat oder auch gewerblich genutzten Gebäuden gesucht. Doch Vorsicht, wer sich als Immobilienfinanzierer versuchen möchte, sollte auf einige Dinge achten.

Jeder Zweite lebt inzwischen in Städten

Köln, Großstadt, Stadt, Mieten
In Metropolen wie Köln steigt die Anzahl der Wohnbevölkerung. Diese Entwicklung weckt das Interesse von Immobilienfinanzierer. (Bild: Dirk Tucholski / pixelio.de)

Bereits in den 50-er Jahren lebte mehr als jeder vierte Erdenbewohner (28,8 Prozent) in der Stadt. Gegenwärtig ist es die Hälfte (50 Prozent). Bis 2050 wird dieser Anteil voraussichtlich auf fast 70 Prozent ansteigen. Zwar stellen auf globaler Ebende die ökonomisch sich entwickelnden Staaten mit Wachstumsraten von über 20 Prozent die wesentlichen Treiber dar, doch auch in Industrienationen wie Deutschland wird sich die Anzahl der in Städten lebenden Wohnbevölkerung signifikant erhöhen. Damit verbunden wird auch Bedarf und Zahl gewerblich genutzter Immobilien steigen.

Lehman und die Folgen – Vertrauen in Geldanlagen dramatisch gesunken

Für viele stellt der Zusammenbruch der US-amerikanischen Großbank Lehman Brothers im September 2008 den Höhepunkt der Finanzkrise dar. Unter den Folgen des – zugegebenermaßen – selbst verursachten Vertrauensverlust hat die Bankenbranche heute noch zu leiden. Zinsen für Tagesgeldkonten sind auf einem Tiefststand, Aktien werden von Verbrauchen, wenn überhaupt, mit Skepsis beäugt und Lebensversicherungen werden seit Jahren nur noch mit dem gesetzlichen Mindestbetrag verzinst.

Vom Anleger zum Immobilienfinanzierer?

Dies – zusammengenommen mit den oben beschriebenen Wanderungsentwicklungen der deutschen Wohnbvölkerung – lässt eine zunehmende Anzahl an Bundesbürgerinnen und -bürger darüber nachdenken, ob sie nicht Immobilienfinanzierer werden möchten. Die Geld- beziehungsweise Wertanlage Beton hat für viele hierzulande durchaus ihren Reiz. Laut einer Umfrage der comdirect bank AG würde fast ein Drittel der Deutschen (31 Prozent) auf größere Anschaffungen verzichten und stattdessen in eine Immobilie investieren.

Nicht einfach drauf los investieren

Aber Vorsicht! Denn entgegen mancher Versprechen in bunten Broschüren, ist das Engagement in die Finanzierung einer Immobilie nicht der Weg zum schnellen oder gar leicht verdientem Geld. Wie die Experten von www.gewerbliche-finanzierung.com betonen, erfordert ein derart gestaltetes Investitionsvorhaben einerseits eine spezifischen und professionelle Planung. Zudem eine möglichst umfassende Kenntnis über Voraussetzungen und Konditionen der möglichen Finanzierungsanbieter. Wer sein Geld in Immobilienprojekte steht, ohne sich zuvor über die genauen Rahmendaten und Risikoprofile zu informieren sich von unabhängigen Beratern erklären zu lassen, dem steht statt Gewinnmaximierung ein hoher Verlust ins Haus.

Christoph Schroeder

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