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Wertschätzung

Wertschätzung im Kontext von Spiritualität und Business hat aus meiner Sicht wenig damit zu tun, ob man jemand mag oder sympathisch findet. Jemand wert zu schätzen bedeutet meines Erachtens viel mehr, dass man den Kollegen, den Kunden oder den Partnern Respekt entgegenbringt. Respekt für ihre Persönlichkeit, für ihre Fähigkeiten, für ihre Stärken und für ihre positiven Eigenschaften. Aber auch Respekt gegenüber den Merkmalen und Handlungen, die man nicht kennt, nicht versteht, nicht so toll findet, oder die man kategorisch ablehnt.

 

Wie ist eine solche Wertschätzung zu erreichen in Zeiten, in denen jeder im anderen Menschen einen Wettbewerber sieht, der den eigenen Arbeitsplatz gefährdet oder der einem die nächste Gehaltserhöhung streitig macht? Der Schlüssel für Wertschätzung liegt nach meiner Erfahrung im Hineinversetzen in die Position des anderen Menschen. Im Akzeptieren von dessen Mensch-sein. Im Bemühen die Welt aus seinen Augen zu sehen. Im Verstehen dessen, was ihn bewegt und was ihn leitet. Im bewusst machen, was ihn motiviert und was ihn runter zieht. Im Anerkennen seiner Leistungen, auch wenn man meint, dass man es selbst viel besser könnte. Im ehrlichen Umgang miteinander. In einer klaren, sachlichen und konstruktiven Kritik. Einer Kritik, die nicht beleidigt und die keine Herabminderung der Person ausdrückt. Ich weiß, dass das manchmal sehr schwer fällt. Insbesondere dann, wenn die Zeit drängt und man selbst unter Druck steht.

 

Aber Wertschätzung lohnt sich. Es ist ein Schlüssel zum eigenen Wohlbefinden. Denn wer seine Mitmenschen nicht wert schätzt, kann vielfach sich selbst auch nicht den richtigen Respekt entgegen bringen. Wertschätzung fördert auch die Teamarbeit. Und zwar von Teams, die mehr sind als nur ein zwangsweises Zusammenarbeiten von Menschen. Teams, die funktionieren. Teams, in denen jeder einzelne sich optimal einbringt. In denen er das leistet, was er am besten kann. Teams, in denen man Fehler machen darf, weil die anderen es verstehen. Teams, deren Kreativität und Leistungsfähigkeit ein Maß erreicht, das man für unmöglich hält, wenn man es nicht selbst erlebt hat.

 

Andere wert zu schätzen, heißt vor allem auch sich selbst im richtigen Licht zu sehen. Wer beides kann, wird sein Business als integraler Teil seines Lebens sehen. Er wird eine Work-Life-Balance realisieren, die ihm jeden Tag Spaß macht und eine tiefe innere Befriedigung verschafft.

 

 

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Über den Autor

 

Hans-Jürgen Krieg ist Autor der Buchserie „Der kleine Igel“. Er coacht Unternehmen und Personen im Hinblick auf die praktische Nutzung ihrer spirituellen Potenziale. Mit seinem tiefgreifenden Verständnis für die Zusammenhänge des Lebens und seiner über 30 Jahren Erfahrungen im Geschäftsleben unterstützt er die Beteiligten beim Bau von Brücken, mit denen sie die reale Welt mit ihrer „inneren Quelle“ verbinden. www.ifef.de

 

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