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Studie: Zukunft der Banken 2020

Banken, Zukunft, 2020

(Quelle Coverbild: Screenshot / Lünendonk)

Regulierungsbürokratie und die Gesamtbanksteuerung sehen deutsche Geldinstitute als ihre größten Herausforderungen bis zum Ende des Jahrzehnts an. Als ebenfalls sehr relevanter Einflussfaktor für den künftigen Geschäftserfolg gilt die Einführung neuer Technologien in der Kundenkommunikation sowie im Vertrieb von Bankprodukten und -services. Das sind Ergebnisse aus der aktuellen Lünendonk®-Trendstudie  „Zukunft der Banken 2020 – Trends, Technologien, Geschäftsmodelle“, welche die Entwicklung des Banksektors in den nächsten Jahren skizziert. Für die Analyse, die das Kaufbeurer Marktforschungsunternehmen Lünendonk gemeinsam mit der renommierten Fachzeitschrift gi geldinstitute, Bad Wörishofen, realisiert hat, wurden mehr als 110 Bankmanager befragt. Die Studie, die zur Euro Finance Week 2012 erschien, steht ab sofort kostenfrei zum Download bereit.

Banken arbeiten schwerpunktmäßig an den Folgen der Finanzkrise

Basel III, Mindestanforderungen an die Kreditvergabe, Stresstest etc. – für die Studienteilnehmer aus dem Managementbereich von Privatbanken, öffentlich-rechtlichen Geldinstituten und Genossenschaftsbanken ist die Umsetzung von regulatorischen und gesetzlichen Vorgaben die dringendste Herausforderung der nächsten Jahre. Auf einer Skala von 1 (= „überhaupt nicht relevant“) bis 4  (= „sehr relevant“) wurde dieses Thema im Durchschnitt mit 3,6 bewertet. Dem schließt sich mit einem Mittelwert von 3,2 die Gesamtbanksteuerung als zweitwichtigstes Handlungsfeld an. Hierunter ist eine integrierte Betrachtung von Finanzen, Kunden, Risiken und Prozessen zu verstehen.

„Beide Themen stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der seit 2009 herrschenden Finanzkrise“, ordnet Mario Zillmann, Leiter Professional Services und Studienautor, die Aussagen der Studienteilnehmer ein. Aufgrund der hohen strategischen Bedeutung dieser drei Herausforderungen für den Geschäftserfolg der Banken sowie für deren Reputation laufen bereits seit Jahren entsprechende Veränderungsprojekte in den Banken. Demzufolge sehen die befragten Bankmanager ihre Geldinstitute bei der Bewältigung dieser entscheidenden Herausforderungen aktuell auch gut aufgestellt. So schätzen sie den entsprechenden Optimierungsbedarf als vergleichsweise gering ein.

Steigende Bedeutung der Mehrkanal-Systeme

Den größten Optimierungsbedarf schreiben die Studienteilnehmer hingegen der Einführung neuer Technologien in der Kundenkommunikation im Sinne eines Multi-Channel-Vertriebs zu. 72 Prozent der Befragten schätzen ihr jeweiliges Geldinstitut derzeit als noch nicht ideal aufgestellt ein und rechnen daher zukünftig mit einem Anstieg der Projekte in diesem Bereich.

„Vielerorts werden derzeit Projekte zum Aufbau stringenter Kommunikation über Mehrkanal-Systeme noch durch die hohe Komplexität der Geschäftsprozesse gebremst. Sobald die Banken ihre Prozesse deutlich vereinfacht und automatisiert haben, können im nächsten Schritt Projekte im Bereich der Mehrkanal-Systeme erfolgreich umgesetzt werden“, ist sich Zillmann sicher. „Immerhin erwarten junge Kundengruppen und immer öfter auch reifere Kundenschichten, sowohl über die klassische Bankfiliale als auch über das Internet und mobile Endgeräte ihre Bankgeschäfte zu erledigen und mit dem Institut zu interagieren“, so Zillmann weiter. Diese Einschätzung teilen auch die Studienteilnehmer. Knapp 90 Prozent der befragten Bankmanager erwarten, dass sich 2020 die bargeldlose Bezahlung über EC-Karten und Kreditkarten auf die Bezahlung mit Mobile Devices verlagert hat.

Bankfiliale und Online-Vertrieb sind gleichbedeutend

Wichtiger Bestandteil der Lünendonk®-Studie war in diesem Kontext auch die Frage nach alternativen Vertriebs- und Kommunikationskanälen bis 2020. Hier zeigten sich die befragten Bankmanager weitgehend einig. Die klassische Bankfiliale bleibt, wird aber durch die „Interaktion von Kunden über Terminals“ ergänzt. Gleichzeitig weisen die Teilnehmer der „Interaktion mit Call-Center-Mitarbeitern“ ebenfalls eine stark steigende Bedeutung zu.

Die zweite eindeutige Aussage der Studie zur Entwicklung des Banksektors bezieht sich auf den Vertrieb von Bankprodukten und -services über das Internet, über mobile Plattformen und auch über Terminals. Diese Art der Vermarktung wird als weitere Säule des Bankvertriebs gesehen.

„Zwar ist noch nicht abschließend geklärt, wie gut die jeweiligen Vertriebswege zu den verschiedenen Bankprodukten und Geschäftsmodellen passen, dennoch sind für alle die Entwicklungsmöglichkeiten gut“, bestätigt Mario Zillmann.

Die detaillierte Lünendonk®-Trendstudie „Zukunft der Banken 2020 – Trends, Technologien, Geschäftsmodelle“ ist ab sofort kostenlos als PDF-Datei unter www.luenendonk.de verfügbar.

Die Lünendonk®-Studien und Publikationen gehören als Teil des Leistungsportfolios der Lünendonk GmbH zum „Strategic Data Research“ (SDR). In Verbindung mit den Leistungen in den Portfolio-Elementen „Strategic Roadmap Requirements“ (SRR) und „Strategic Transformation Services“ (STS) ist Lünendonk in der Lage, ihre Beratungskunden von der Entwicklung der strategischen Fragen über die Gewinnung und Analyse der erforderlichen Informationen bis hin zur Aktivierung der Ergebnisse im operativen Tagesgeschäft zu unterstützen.

(Lünendonk)

Download

Jahr: 2012

Format: PDF

Art: Studie

Größe: 837 KB

Sprache: Deutsch

Herausgeber: Lünendonk

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