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Wie aggressiv darf Werbung sein?

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Mittlerweile lassen sich im Internet kaum noch Websites finden, auf denen der User nicht mit Werbung konfrontiert wird. Dabei gibt es allerdings zahlreiche unterschiedliche Erscheinungen. Leider nimmt eine aggressive Gestaltung der Werbung immer mehr zu. Die Zahl der Internetauftritte, die nur noch mit aktiviertem Addblocker funktionieren steigt regelmäßig an. Natürlich sind fast alle Unternehmen darauf angewiesen neue Kunden zu akquirieren, und das soll idealerweise mit der Platzierung von Werbeelementen erreicht werden. Allerdings ist das Publizieren von Pop-Ups, Bannern und dergleichen eine gefährliche Gratwanderung.

Welche Werbung ist sinnvoll?

Betrachtet man sich das Userverhalten der Deutschen, wird schnell klar, dass es durchaus nachvollziehbar ist, dass Unternehmen immer mehr Werbung über die verschiedenen Online-Kanäle streuen. Schließlich verfügt so gut wie jeder Deutsche über einen Zugang zum World Wide Web. Doch das ist gleichzeitig auch ein Aspekt, der zur Vorsicht mahnen sollte. Denn die Tatsache, dass Menschen eigentlich 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche online sind, zeigt, dass sich in den Tiefen des Internets gewaltige Konkurrenz tummelt – egal, in welcher Branche.

König Kunde hat also immer eine sehr große Auswahl zur Verfügung und wird somit automatisch immer anspruchsvoller, was die Auswahl von Informationen und Inhalten betrifft. Gleichzeitig ist er logischerweise auch leichter verärgert und enttäuscht. Oft genügt ein einziger Pop-Up, der sich erst nach einer bestimmten Zeit schließen lässt oder der wiederholt aufpoppt, um den potentiellen Neukunden zu vertreiben. Es ist immer entscheidend, wie die Werbung verpackt ist. Um Ihnen ein paar Anregungen zu geben, wie Sie Werbung richtig und gewinnbringend einsetzen können, haben wir für Sie einmal die wichtigsten Aspekte zusammengefasst:

  1. Werbung darf nicht aggressiv sein. Vermeiden Sie große Pop-up-Fenster, grelle oder blinkende Werbebanner und das Einspielen von Sound- oder Videodateien.
  2. Werbung sollte dezent verpackt sein, beispielsweise durch gut formulierte Call-to-action-buttons.
  3. Wenn Sie Werbeelemente verwenden, achten Sie auf eine sinnvolle Frequenz und auf Zielgenauigkeit bezüglich Ihrer Zielgruppe.
  4. Formulieren Sie Ihre Werbeinhalte speziell für Ihre Zielgruppe. Der User muss verstehen, dass ihm etwas geboten wird, dass er auch wirklich gebrauchen kann.
  5. Gestalten Sie Ihre Werbung kreativ. Witzige oder unterhaltsame Werbespots und -formate bleiben den Menschen im Gedächtnis.

Kreativität gewinnt

Ein Großteil der kleinen und mittelständischen Unternehmen orientiert sich bei der Entwicklung von Werbemaßnahmen an der eigenen Konkurrenz. Das ist grundlegend falsch. Wie bereits angesprochen, ist moderne User immer schneller von Werbeinhalten genervt und somit vertrieben. Je häufiger König Kunde also die gleiche oder eine ähnliche Werbung sieht, desto weniger Chancen hat ein Unternehmen, mit der geschalteten Werbung erfolgreich zu sein. Damit die eigenen Werbeinhalte den gewünschten Erfolg bringen, müssen unbedingt einige Punkte beachtet werden:

  • Die Inhalte müssen auf eine ganz spezielle Zielgruppe ausgerichtet sein
  • Die Werbung muss sich deutlich von der Konkurrenz unterscheiden
  • Ein gewisser Unterhaltungswert ist zwingend notwendig
  • Keine Angst vor provozierenden Inhalten

Als Unternehmer müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass Sie viel Konkurrenz haben. Und diese Konkurrenz verfolgt im Normalfall zumindest sehr ähnliche Ziele wie Sie. Wenn sie aus der Masse der Anbieter hervorstechen wollen, ist es also wichtig aufzufallen – das gilt auch für Ihre Werbung. Damit ist aber nicht gemeint, dass Sie auf die bereits oben erwähnten aggressiven Formate zurückgrafen, sondern dass Sie mit Inhalten auffallen. Seien Sie immer offen für kreative Vorschläge, auch wenn sie sich am Anfang vielleicht verrückt anhören.

Markus Jergler

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