Wie die Medien konvergieren und wie wir mit den neuen Medien …

Jan 14 2011 • ThemenserienKeine Kommentare

… kompetent umgehen (müssen) – von und mit Oliver Foitzik, FOMACO GmbH.

 

„Der Begriff Medienkonvergenz umfasst Phänomene von der Annäherung bis zur Verschmelzung von medialen Formen und Inhalten“, sagte Prof. Dr. Knut Hickethier, Geschäftsführender Direktor des Research Center for Media & Communication (RCMC) und des Instituts für Medien und Kommunikation der Universität Hamburg (IMK). Dies erfolgt auf technischer Basis. Hier geht es nicht darum, dass ein Medium das andere verdrängt, sondern ergänzt. Somit bestehen Medien für sich weiter und können je nach Zweck getrennt, gemeinsam oder als eines genutzt werden.

 

Sehr gut wird dies am Beispiel Fernseher und Computer sichtbar. Das TV-Gerät wird zum Empfang und zur Wiedergabe von Fernsehsignalen genutzt. Der Computer ist ein Rechner, der Daten nach programmierten Grundlogiken verarbeitet und anzeigt. Beide Objekte können für sich getrennt funktionieren und haben ihren eigenen Einsatzbereich. Durch die Verschmelzung der Medien können beide Geräte z.B. für Formate des Internet TV genutzt werden und sorgen somit für neue Distributionswege von multimedialen Inhalten. Die Konvergenz verändert grundlegende Nutzungsstrukturen bei Konsumenten, generiert eine „neue“ Nachfrage und somit auch „neue“ Angebote.

 

Nicholas Negroponte vom MIT Media Lab setzte sich bereits Mitte der 1990er Jahr mit Medienkonvergenz auseinander und empfahl bereits damals den Herstellern von Fernsehgeräten, in die Produktion innovativer Computer zu investieren. Die zentralen Punkte waren dabei, wie die „Bits“ zum Endnutzer kommen und inwieweit der Informationsfluss vom Sender (Push-Prinzip) oder vom Empfänger (Pull-Prinzip) gesteuert wird. 

 

Heute spielte dabei die Digitalisierung eine entscheidende Rolle. Sie ermöglicht eine bessere Übertragungsqualität und höhere -kapazität. Zusätzlich wird Inhalt und Technik entkoppelt. Das heißt, dass Inhalte über unterschiedliche Übertragungswege (Kabel, Satellit, …) und auf unterschiedlichen Endgeräten (TV, Computer, Notebook, mobile Endgeräte, …) konsumiert werden (können). Dadurch verändert sich das Medienangebot.

 

Der Zugang in die Welt der Medien und der Informationen ist durch das Internet für jede Person offen und kann nicht (wirklich) durch Dritte beeinflusst werden. Jeder kann alles publizieren und alles konsumieren. Mit diesem Fakt sind neue Probleme und vielfältige Herausforderungen verbunden, wie Netzkriminalität, Kinderpornographie, Datenschutz etc.

 

Die fortschreitende Medienkonvergenz erfordert eine Veränderung im Umgang mit den Medien auf Seiten der Endnutzer, also eine gewisse „Medienkompetenz“ bei Jung und Alt. Hier geht es darum,
dass Menschen Medien kennen müssen, wissen, wie diese richtig eingesetzt werden, sich somit an der Kommunikation über die unterschiedlichen Medien beteiligen und für sich gezielt nutzen können.

 

Wichtig ist, dass jeder User eine kritische Distanz hält, Inhalte hinterfrägt, Qualität erkennt und Positives von Negativem unterscheiden kann. Vor allem Kindern und Jugendlichen ist diese Kompetenz frühzeitig zu vermitteln, um neue Medien sinnvoll im Alltag einsetzen zu können und um sie vor möglichen Gefahren zu schützen.

 

Kommende Woche werden wir uns mit den unterschiedlichen Formen neuer Medien befassen. Den nächsten Beitrag finden Sie am Freitag, 21. Januar 2011 auf AGITANO.

 

 

—————————————————————————–

Interessante Links und hilfreiche Quellen:

 

- Europäisches Zentrum für Medienkompetenz

- Wikipedia – Medienkonvergenz

- Wikipedia – Medienkompetenz

- Media Summer School, Universität Hamburg

 

—————————————————————————-

Zur Person:

 

Oliver Foitzik verfügt über langjährige Expertise im Consultingbereich, u.a. bei Oracle, PricewaterhouseCoopers, Arthur Andersen Business Consulting, Deloitte Consulting. 2004 gründete er ein eigenes Beratungsunternehmen, 2007 stieg er in die "Medienwelt" ein. Mittlerweile hat er sich als erfolgreicher Unternehmer rund um die Neuen Medien einen Namen gemacht. Seine Kernkompetenzen liegen neben der Managementberatung (u.a. Strategie, Geschäftsmodelle, Organisation & Prozesse, …) in den Bereichen innovative Video- und Audioproduktionen, multimediale Fachinhalte, Internet.TV, Live-Streaming, Social Networks, Portale und Neue Medien im Allgemeinen.

 

Nähere Informationen zu seiner Personen und den Leistungen der FOMACO GmbH finden Sie unter www.fomaco.de.


Ähnliche Artikel

« »

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>