Kolumnen

Wieviel ist uns der Genuss wert?

Man kommt ja nicht drum herum: überall wird gekocht, auf allen Fernsehsendern und zuhause. Überall wird gesprochen vom Genuss für alle Sinne. Dies hat doch sein Gutes, sollte man meinen, beschäftigen sich die Menschen doch endlich wieder mit dem, was sie zu sich nehmen und begreifen Essen und Trinken nicht als reine Nahrungsaufnahme. So weit so schön, aber wie sieht denn die Realität aus?

 

Ganz oben auf der neuen Bewusstseinswelle schwimmen vermeintliche "Wellness"-Produkte, Pangasiusfilet oder Putenbrust. Mager, kaum belastend, aber leider auch weitgehend geschmacksneutral. Wo ist der Genuss? Welche Sinne spricht das Lebensmittel an? Sicherlich nicht den Geschmackssinn, eher den Geldbeutel. Viele Lebensmittel wie Fisch, Geflügel, Fleisch sind nämlich schlicht zu billig, als dass sie Qualität bieten könnten. Die industrielle Herstellung von Nahrungsmitteln konterkariert alle Versuche, gesunde und genussvolle Ernährung im Bewusstsein der Menschen zu verankern.

 

Die Menschen wollen den Genuss, setzen sich mit diesem aber nicht auseinander: Denn es braucht Zeit und manchmal den ein oder anderen Euro mehr. Denn Genuss heißt vor allem Qualität. Wir geben ohne zu Zögern 15 Euro für Motorenöl aus, werden aber beim Olivenöl, welches äußerst positiv für unsere Gesundheit ist, plötzlich knausrig.15 Euro für einen halben Liter Olivenöl? Undenkbar! Wenn man sich nun aber die Produktionsbedingungen ansieht, unter welchen ein Industrie-Olivenöl hergestellt wird, aus welchen Regionen Oliven hinzugekauft werden (müssen), dann möchte man vom "Genuss" dieser Produkte lieber Abstand nehmen. Ist es da nicht sinnvoller und auch nachhaltiger, Öl von einem Produzenten zu kaufen, dessen Olivenbäume alle im eigenen Besitz sind, die in der eigenen Ölmühle zu Öl verarbeitet werden?

 

Nicht viel anders sieht es beim Wein aus: Gäste werden zum Abendessen eingeladen und der Wein wird schnell im Supermarkt mitgenommen. Vier Euro für eine Flasche müssen reichen. Unter welchen Bedingungen dieser hergestellt wurde, interessiert im Zweifel wenig. Wenn man sich vor Augen hält, dass bei einer Flasche Wein schon mal ein guter Euro für das Glas, das Etikett, den Korken, den Grünen Punkt oder von Weinkonsortien vorgeschriebene Banderolen enthalten ist, wird klar, dass ein Wein für 2,99 nicht allzu viel bieten kann. Warum nicht einen Wein für sieben Euro kaufen? Mal ehrlich: das bringt einen am Genuss interessierten Menschen nicht unbedingt um, und in diesem Preissegment bekommt man echte Qualität. Vor allem gibt es ein Universum zu entdecken!

 

Deshalb: es ist zu begrüßen, dass auf allen Kanälen gekocht und gegessen wird. Solange wir uns aber nicht bewusst machen, dass gutes Essen, Genuss, Wein, Olivenöl einen etwas höheren Preis haben, werden den gutgemeinten Worten keinen Taten folgen. Und was gibt es schöneres, als seinen eigenen Geschmack zu schulen und zu entwickeln! Deshalb: ein Hoch auf gute Lebensmittel und den genuss- und verantwortungsvollen Umgang mit ihnen!

 

 

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Über emmenove Wein & Feinkost:

 

emmenove Wein & Feinkost ist ein junges Unternehmen mit dem Ziel, neue Wege zu beschreiten. Es werden Weine präsentiert, welche von kleinen Weingütern in Italien stammen und von großer Qualität sind. Kurzum: es geht darum, bislang noch weitgehend unbekannte Schätze zu heben und mehr Menschen an deren Genuß teilhaben zu lassen. emmenove Wein & Feinkost setzt dabei auf die persönliche Bindung sowohl zu den Weingütern in Italien als auch zu den Kunden. Exzellente Olivenöle und Spezialitäten vom Cinta-Senese-Schwein sind die logische Konsequenz dieser Ausrichtung auf Qualität zu vernünftigen Preisen. Geführt wird emmenove Wein & Feinkost von Alexander Manko und Rudolf Brunnhuber.

Hier finden Sie den aktuellen Katalog zu Wein & Genuss aus dem Hause emmenove.

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