Deutschland

Win-Win-Situation für Migranten und Wirtschaft

Auch wenn sich die Bevölkerung streitet, eins ist sicher – Migranten sind eine große Bereicherung für die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft. Der derzeit steigende Fachkräftebedarf in vielen Branchen, insbesondere in den sozialen und Gesundheitsberufen, könnte sich sehr bald in Luft auflösen. Die Flüchtlingskrise hilft somit der Unternehmenskrise. All das ist jedoch abhängig von Entscheidungen der jeweiligen Regierungen. Diese muss den Grundstein legen für eine schnellere Integration der Zuwanderer. Förderung der sprachlichen Kenntnisse und die Anerkennung der bereits erworbenen Zeugnisse aus dem Herkunftsland sollten hier im Vordergrund stehen.

In Zeiten der Globalisierung wächst die Nachfrage nach kultureller Vielfalt. Durch die verschiedenen Kulturen kann somit der Wettbewerbsvorteil ausgebaut werden. Passend dazu lesen Sie hier auf AGITANO: Diversity Management – 5 Fragen & 5 Antworten. Das Team ist gespickt mit Experten aus aller Welt, die genau wissen, was in ihrer Kultur von Wichtigkeit ist und welche Maßnahmen eher negativ konnotiert werden. Gerade für Deutschland, das auf den Export angewiesen ist, ist diese kulturelle Vielfalt von extremer Bedeutung.

Konjunkturanstieg durch Migranten

Ob man die Flüchtlingskrise hätte verhindern können, kann niemand genau sagen. Fakt ist aber: man sollte auch die positiven Seiten sehen, die die Flüchtlinge in unser Land mitbringen. Deutschlands Wirtschaft geht es fantastisch, weshalb ein Konjunkturanstieg nicht zwingend notwendig ist. Doch in schwierigeren Zeiten hat sich dadurch in Deutschland ein Puffer angestaut. Einige Firmen können von diesem Anstieg bereits berichten, wie zum Beispiel die Containerfirma Algeco, die durch die steigende Zahl der Flüchtlinge mehr und mehr Container bauen lässt, damit diese als Flüchtlingsunterkünfte Verwendung finden.

Die Wirtschaft kann die Zahl der Flüchtlinge ertragen

Jährlich entstehen in Deutschland bis zu 700.000 neue Arbeitsplätze. Der Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, ist sich deshalb sicher, dass die Bundesagentur für Arbeit somit 350.000 Flüchtlinge jährlich aufnehmen und ihnen einen Job vermitteln kann.

Um einen passenden Job für die Migranten zu finden, ist die Anerkennung ihrer Qualifikationen zunächst viel wichtiger. Die meisten Flüchtlinge kommen aufgrund politischer Verfolgung und damit verbundener Angst um Leib und Leben nach Deutschland. Aber auch, um ein besseres Leben führen zu können. Das Problem ist hier also nicht der fehlende Wille. Vielmehr liegt es daran, dass viele Arbeitsfelder zu umfangreich und komplex sind, so dass man erst prüfen muss, welche Qualifikationen der Bewerber letztendlich mitbringt und ob diese mit den deutschen Voraussetzungen gleichzusetzen sind. Bei einem Bäcker oder Software-Entwickler ist dies einfacher als bei einem Juristen oder Lehrer.

Es gibt keine Verlierer

In dieser ganzen verzwickten Situation kann man allerdings eines feststellen: Es gibt keine Verlierer. Die Migranten bekommen hier in Deutschland die Chance auf ein besseres Leben, ihnen werden Sprachkurse und sonstige Förderungsmaßnahmen bezahlt und können somit den Alltag meistern. Bei Rückkehr in ihr Herkunftsland, können die Migranten somit das gewonnene Wissen sowie die neu geknüpften Kontakte für sich und die Wirtschaft in der Heimat nutzen.

Lydia Hagen

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