Energie & Umwelt

Windkraft kann in 2-3 Jahren Atomkraft ersetzen

Der Präsident des Bundesverbandes Windenergie (BWE), Hermann Albers, hat auf der Hannover Messe bekräftigt, dass die Windenergie das Potential hat, die Atomkraftwerke in Deutschland in 2-3 Jahren zu ersetzen. Hierfür sei lediglich die Rückkehr zu einem Zubau von 3.500 Megawatt Windenergie pro Jahr nötig, um die abgängigen Kapazitäten der alten Kernkraftwerke auszugleichen. Eine Studie vom Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) hat erstmals die Fläche Deutschlands errechnet, auf der die Nutzung von Onshore Windenergie möglich wäre. Bislang war die Fläche auf 2 Prozent geschätzt worden. Den neuen Daten nach sind es unter Einbeziehung von Wäldern (neue Technologie durch höhere Masten) und Schutzgebieten auf bis zu 22 Prozent. Demnach sei das Potenzial in den Bundesländern am größten, in denen die Windenergie heute am schlechtesten ausgebaut ist: In Bayern sind bislang nur 520 MW an Windkraft installiert, möglich wären hingegen 41 GW, in Baden-Württemberg ist die Lage ähnlich. Daher fordern auch die Hersteller mehr Anlagen in Süddeutschland, um die Netze zu entlasten, da hier der Strombedarf wachsen wird, wenn die zahlreichen Atomkraftwerke in Süddeutschland abgeschaltet werden. Um die Effizienz der Anlagen voll ausschöpfen zu können, plädiert der BWE dafür, die derzeit existierenden Höhenbeschränkungen für Windenergieanlagen zu beseitigen. Dies würde sich mit dem Faktor 20 Prozent niederschlagen.
 

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