Regionales

Wirtschaft in NRW weiterhin stabil – Jobmotor Mittelstand

Obwohl es auch in Nordrhein-Westfalen Anzeichen dafür gibt, dass dem wirtschaftlichen Boom in Deutschland bald die Luft ausgehen könnte, zeigen sich die Märkte und die Konsumenten noch unbeeindruckt. Im September wurden nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes NRW Waren im Wert von 15,5 Milliarden Euro exportiert und 17,3 Milliarden Euro importiert. Das entspricht einem Wachstum im Vorjahresvergleich von jeweils 5,9% und 10,2%. Ein Großteil des Handels fand innerhalb der Europäischen Union statt.

Allerdings nimmt die Produktivität in manchen Branchen ab. In der NRW-Industrie ist die Nachfrage gegenwärtig rückläufig. Die Auftragseingänge sind im Vergleich zum Oktober letzten Jahres insgesamt um 3% zurückgegangen. Die Produktion nahezu aller Güter ging zurück, mit Ausnahme der Investitionsgüter, bei denen keine Veränderung zu verzeichnen war. Das Baugewerbe hingegen kann einen kräftigen Beschäftigungszuwachs verbuchen. Die Zahl der Betriebe und der Beschäftigen wuchs jeweils um 5% und 4% auf 586 und 4.863 an. Neun von zehn Betrieben besitzen dabei weniger als 20 Angestellte. Nur die Großbetriebe mit über 100 Angestellten, lediglich 1% aller Baubetriebe, mussten herbe Umsatzverluste hinnehmen. Durchschnittlich erwirtschafteten sie mit 25,7 Millionen pro Betrieb 16,8% weniger als noch 2009. Der Mittelstand hingegen zeigte sich beständig: Die kleinen Betriebe konnten ihren Gesamtumsatz um 5,2% auf fünf Milliarden Euro erhöhen. Das entspricht einem durchschnittlichen Umsatz von rund 465.000 Euro pro Betrieb.

 

 

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