Bauen & Wohnen

Wohnen in Deutschland lieber mieten statt kaufen?

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Baden-Württemberg mag das Land der Häuslebauer sein. Der Rest der Republik findet allerdings mieten besser als kaufen. Das zeigen jüngst erhobene Zahlen des statistischen Amts der Europäischen Union, kurz Eurostat. Warum ist dem so und wie können Mieter ihre Betriebskosten möglichst gering halten. Wir verraten es ihnen.

Steigende Preise halten Deutsche vom Mieten nicht ab

So ist es nun einmal auf dem Immobilienmarkt: Mieten in Großstädten steigen. Im Ländlichen Raum jedoch sind diese um ein Vielfaches geringer. Und auch in Bezug auf andere Aspekte hat das Mieten so seine Vorteile. Während Hausbesitzer sich um alles selbst kümmern müssen, bieten Mängel in der Wohnung zahlreiche Gründe für eine Mietminderung. Zum Beispiel, wenn die Dusche kein Warmwasser liefert, der Balkon aufgrund des rücksichtslosen Verhaltens von Nachbarn unbenutzbar wird oder die Elektrik wegen in Jahre gekommener Leitungen nicht vollständig angeschlossen werden kann und so weiter, und so fort … .

Die Mietmeister Europas

Das sieht wohl auch ein Großteil der hiesigen Wohnbevölkerung so. Denn hier wohnen überdurchschnittlich viele Menschen in Mietverhältnissen: 47,5 Prozent (siehe unten Infografik). Zum Vergleich: europaweit sind es 29,9 Prozent, die zur Miete wohnen.

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Die oben eingefügte Infografik zeigt: Die Deutschen mieten lieber eine Immobilie, als diese zu kaufen. (Quelle: Statista.com / CC BY-ND 3.0)

Aufwand ist gestiegen

Eine weitere Erklärung, warum die Deutschen so gerne mieten liefert DIE WELT. In „Die Häuslebauer werden nie, nie, nie fertig“ schreibt Harald Czycholl von der zunehmenden Größe der Wohnimmobilien, womit auch der Aufwand für ihre Werterhaltung in den vergangenen Jahrzehnten immer größer geworden ist.

So halten Mieter weitere Kosten gering

Aber auch das Mieten hat seine Nachteile. So gelten die Kosten für Strom, Wasser und allen voran fürs Heizen als 13. Monatsmiete. Doch auch die lassen sich in Grenzen halten.

Nicht zu viel – und nicht zu wenig – heizen. Viele drehen die Heizung bis zum Anschlag, nur um dann die Fenster weit zu öffnen. Oder sie machen das Gegenteil: Die Heizung auf Sparflamme drehen oder ganz auslassen. Ersteres treibt die Heizkosten unnötig in die Höhe. Letzteres verursacht Schimmel. Am besten ist nutzungsgerecht heizen. Die Faustregel:

  • Wohnräume; 20 bis 22 Grad Celsius,
  • Küche; 18 bis 20 Grad Celsius,
  • Schlafzimmer; 15 bis 18 Grad Celsius,
  • Badezimmer; maximal 23 Grad Celsius.

Heizkörper frei lassen. Zugegeben, Heizkörper sind keine Hingucker. Manche stellen deshalb ein Möbelstück davor oder hängen extra lange Gardinen ans Fenster. Lassen Sie das! Damit verhindern Sie, dass sich die Luft im Raum verteilt und Sie treiben die Kosten unnötig in die Höhe.

Spülmaschine statt von Hand. Einst waren Spülmaschinen regelrechte Wasserschlucker. Der Stromverbrauch war ebenfalls enorm. Inzwischen spülen die Geräte, modernster Steuerungselektronik sei Dank, wassersparender als Sie das jemals von Hand könnten.

Steckerleisten mit Schalter nutzen. Die so genannten Steckerleisten schützen Ihre Geräte vor Überspannung, wenn Sie mal nicht zu Hause sind. Zudem deaktivieren Sie mit dem An-/ Ausschalter die Stand By-Funktion vieler Geräte. Damit lassen sich die Stromkosten signifikant reduzieren.

Christoph Schroeder

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