Panorama

Zahl der Studienanfänger um 16% gestiegen – vor allem in technischen Fächern

Laut dem Statistischen Bundesamt ist die Zahl der Studienanfänger in diesem Jahr auf auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Zum Wintersemester 2011 ist die Zahl der Studienanfänger im Jahresvergleich von 445.000 auf 515.800 angestiegen (+16%). Bundesbildungsministerin Annette Schavan: „Das große Interesse am Studium ist ein ermutigendes Signal gegen den Fachkräftemangel und für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Es zeigt auch, wie attraktiv unsere Hochschulen sind.“

Besonders erfreulich sei dabei der überdurchschnittlich starke Anstieg der Studienanfänger in den sogenannten MINT-Fächern – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik. Diese gelten als besonders wichtig, um dem Fachkräftemangel in Deutschland zu begegnen. Die Studienanfängerzahlen im Fach Elektrotechnik stiegen um 22 Prozent, im Maschinenbau / Verfahrenstechnik um 21 Prozent, in Informatik um 18 Prozent und im Bereich Bauingenieurwesen um 23 Prozent.

Die Zunahme der Studierendenzahl war allerdings aufgrund des doppelten Abiturjahrgangs (Verkürzung der Gymnasialzeit von neun auf acht Jahre) sowie dem Aussetzen der Wehrpflicht zu erwarten.

Der Bund stellt für den Zeitraum 2011 bis 2015 knapp 5 Milliarden Euro für neue Studienplätze zur Verfügung. Hinzu kommen noch bis zu zwei Milliarden Euro, die über den "Qualitätspakt Lehre" bis 2020 in die Verbesserung der Lehrbedingungen an den Hochschulen fließen. Schavan forderte dabei die Bundesländer dazu auf, "dafür zu sorgen, dass das Geld aus dem Hochschulpakt auch vollständig bei den Studierenden ankommt". Da, wo es Engpässe gebe, etwa bei Vorlesungsräumen oder bezahlbarem Wohnraum, sollten die Länder ihren Einsatz weiter verstärken.
 

 

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