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Zahnmedizinisches Fachzentrum: Spezialisten arbeiteten Hand in Hand

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Das Zahnmedizinische Fachzentrum / ZMFS am Berliner Savignyplatz ist eine besondere Praxis: Vier spezialisierte Zahnärzte und ein Mund- Kiefer- und Gesichtschirurg arbeiteten hier Hand in Hand zusammen, um das gesamte Spektrum möglicher Zahnbehandlungen mit geballter Expertise und modernstem Gerät optimal abzudecken. Auch ein zahntechnisches Meisterlabor gehört zum Fachzentrum, sodass kurze Wege und eine direkte Absprache mit den Patienten möglich sind. AGITANO sprach mit Herrn Dr. Czerwinski über das Zahnmedizinische Fachzentrum, die Branche, Zahnprobleme und Zahnästhetik.

Fachübergreifend zu besseren Lösungen – Interview mit Herrn Dr. Czerwinski, Zahnmedizinisches Fachzentrum / ZMFS in Berlin

Herr Dr. Czerwinski, Sie leiten das Zahnmedizinische Fachzentrum und damit ein großes Team von Spezialisten und Assistenzen. Sind Gemeinschaftspraxen aus ökonomischer und medizinischer Sicht die Zukunft oder bergen sie auch ein Auslastungsrisiko?

Nach meiner Meinung sind sie, zumindest im hochwertigen Bereich, die Zukunft. Aufgrund der rasanten Weiterentwicklung der Behandlungstechniken in nahezu allen zahnmedizinischen Fachbereichen ist es einem einzelnen Zahnarzt praktisch unmöglich, in jedem Bereich hochwertig zu arbeiten und sich konsequent fortzubilden. Die Patienten wünschen sich aber genau das: ein optimales Behandlungsergebnis in jeder Hinsicht. Die Auslastung ist im zahnmedizinischen Bereich meist kein Problem.

Weiß die Mehrheit Ihrer Patienten die medizinischen Vorteile eines großen Ärztehauses zu schätzen oder begegnen Ihnen auch Stimmen, die Ihren vertrauten Zahnarzt in der kleinen Praxis bevorzugen?

Die Vertrautheit geht ja nicht verloren, weil die Patienten immer bei ein- und demselben Behandler sind. Wir nennen das Stammbehandlerprinzip. Es geht dann nur für einzelne Schritte zum spezialisierten Kollegen im Hause und gleich im Anschluss wieder zum gewohnten Stammbehandler zurück. Besonderes Augenmerk legen wir im ZMFS auf eine trotz unserer numerischen Größe sehr familiäre Atmosphäre im Team und mit unseren Patienten. Deshalb ist die Stimmung bei uns herzlich und zuvorkommend.

Fachübergreifende Beratung und Behandlung zeichnen das Zahnmedizinische Fachzentrum ebenso aus wie Zahnoperationen mit mehreren Medizinern. Bedeutet das für Sie höhere Effizienz oder erhöhten Aufwand?

Sowohl als auch. Zum einen arbeiten wir natürlich aufgrund unserer fachlichen Spezialisierungen sehr effizient am Patienten, also mit einem optimalen Ergebnis bei vertretbarem Zeitaufwand. Beispielsweise würde ein unerfahrener Kollege für eine Zahnextraktion wesentlich mehr Zeit benötigen und für den Patienten würden damit auch mehr Schwellung und postoperative Beschwerden zu erwarten sein. Zum anderen ist der Aufwand an Fortbildungen, Weiterbildungen und Spezialisierung für unser Behandler-Team erheblich. Und deshalb ist die Investition für die Patienten in solch eine hochwertige, dauerhafte Lösung höher als die in eine minderwertige „Notlösung“.

Welche Vorteile bietet das Zahnmedizinische Fachzentrum gegenüber niedergelassenen Zahnärzten aus Ihrer Sicht?

Sie meinen damit sicherlich gegenüber klassischen Einzelpraxen, denn niedergelassen sind wir hier auch. Die Patienten sind bei uns fest bei einer Stammbehandlerin/einem Stammbehandler, die/der immer die Übersicht hat. Trotzdem bekommt der Patient in jedem Bereich der heutigen Zahnmedizin bei uns immer die hochwertigste Behandlung gemäß den aktuellen wissenschaftlichen Richtlinien, weil immer mindestens eine Kollegin/ein Kollege für die entsprechende Behandlung optimal ausgebildet ist. Wir haben attraktive Öffnungszeiten und können einen hervorragenden Service rund um alle Erstattungsfragen bieten.

Durch modernes Design und freundliche Beratung soll das Fachzentrum ein Wohlfühlzentrum auch für ängstliche Patienten sein. In wieweit ist das bei einem so großen Haus überhaupt möglich?

Da fast alle Patienten in irgendeiner Form Angst vor einem Zahnarztbesuch haben, liegt für uns der Fokus immer auf einer möglichst schmerzfreien oder schmerzarmen, schonenden Behandlung. Klassische „Stressfaktoren“ beim Zahnarzt wie unangenehmer „Zahnarztgeruch“, unbequeme Behandlungsstühle und unfreundliches Personal (manchmal auch unfreundlicher Zahnarzt!) vermeiden wir. Die Räume sind hell und freundlich, die Stimmung ruhig und familiär. Gerade wir als Fachzentrum mit den entsprechenden personellen Ressourcen haben die Möglichkeit, uns eingehender mit den Dingen „drumherum“ zu befassen, um den Zahnarztbesuch so angenehm wie möglich zu gestalten.

Beratung und Prophylaxe sind ein wichtiger Teil Ihrer Tätigkeit. Haben Sie den Eindruck, dass Ihren Empfehlungen in der Mehrzahl der Fälle auch gefolgt wird?

Ja, das meine ich. Für uns im ZMFS bildet die ausführliche Befundaufnahme und Beratung mit der Aufklärung über Vor- und Nachteile einer Versorgung und aller möglichen Alternativen neben der systematischen Zahnprophylaxe einen zentralen Pfeiler unserer Behandlungs-Philosophie. Die Patienten müssen in die Entscheidungsfindung für die eine oder andere Behandlungswahl mit einbezogen werden, damit das Ergebnis nicht nur den Vorstellungen des Behandlers entspricht, sondern in erster Linie denen der Patienten. Wenn, dann entscheiden sich Patienten vor allem aus finanziellen Gründen gegen eine empfohlene Lösung, schieben die Behandlung auf oder nehmen eine „billigere“ Lösung mit entsprechenden Nachteilen in Anspruch. Das ist ja auch in Ordnung, wenn sich der Patient nach Abwägung aller Vor- und Nachteile bewusst dafür entscheidet.

Sind ihre klinischen Befunde über die Jahre betrachtet ähnlich oder stellen Sie Verschiebungen zu bestimmten Zahnproblemen fest?

Tendenziell wird die Mundgesundheit in den letzten 10 Jahren kontinuierlich deutlich besser. Die Ergebnisse der 5. Mundgesundheitsstudie der Bundeszahnärztekammer aus 2016 sind dahingehend eindeutig. Die Prophylaxe ist allgegenwärtig geworden und viele Patienten fragen bei einer Kontrolluntersuchung auch gleich von selber nach einem Termin zur professionellen Zahnreinigung. Aber gerade bei den älteren Semestern gibt es immer noch sehr viel zu sanieren. Die Parodontitis (PA) wird leider im Verhältnis zu ihrem Vorkommen von weit über 50% in der Bevölkerung viel zu wenig behandelt. Das liegt aus meiner Erfahrung heraus vor allem am fehlenden Leidensdruck beim Patienten, da es bei der Erkrankung so gut wie keine Beschwerden gibt. Hier sind wir unter anderem sehr um eine gute Aufklärung bemüht, da eine unbehandelte PA erhebliche Folgen für einen Menschen über starken Mundgeruch, Herzprobleme bis hin zu Zahnverlusten und Frühgeburten haben kann.

Welche Bedeutung nehmen Zahnästhetik und Zahnkosmetik bei Ihren Behandlungen ein?

Eine sehr hohe Bedeutung. Grundsätzlich spielt eine gute Ästhetik bei praktisch jeder Zahnbehandlung eine wichtige Rolle. Fast kein Mensch will heutzutage nur „gut kauen“ können, sondern es muss auch gut aussehen. In unserem eigenen Meisterlabor werden sehr hochwertige Veneers (Keramik-Verblendschalen) hergestellt, die vor allem natürlich aussehen sollen. Zahnaufhellung (Bleaching) wird vermehrt nachgefragt. Vor etwa 10 Jahren habe ich einen Master of Science in „Ästhetisch-Rekonstruktiver Zahnmedizin“ absolviert. In dieser über zweijährigen Fortbildung wird das Thema Ästhetik in allen Bereichen der Zahnmedizin intensiv beleuchtet, was mir im Nachhinein gesehen erheblich geholfen hat, ein fachlich hohes Niveau zu erreichen.

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Herr Dr. Johannes Czerwinski leitet das Zahnmedizinische Fachzentrum. (Bild: © Zahnmedizinisches Fachzentrum / ZMFS)

Am Savignyplatz hat das Zahnmedizinische Fachzentrum eine zentrale Lage in Berlin-Charlottenburg. Erweitert dies das Einzugsgebiet ihrer Patienten, weil sie weniger lokal, sondern eher als Berliner Spezialisten wahrgenommen werden?

Wir haben Patienten aus allen Teilen Berlins, aber auch aus weiteren Teilen Deutschlands. Unsere zentrale Lage im Herzen der City West mit guter Verkehrsanbindung kommt uns hier sicherlich zugute. Aber in erster Linie fühlen sich die Patienten durch unser durchdachtes Konzept und die eingehende Beratung angezogen. Besonderheiten wie unsere 10-Jahres-Garantie auf Implantate, unser direkt angeschlossenes Meisterlabor und die Konstellation aller Experten an einem Standort gewährleisten Sicherheit und lassen unsere Patienten auch von weiter her kommen.

Herr Dr. Czerwinski, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

 

Über das Zahnmedizinische Fachzentrum

Das Zahnmedizinische Fachzentrum am Savignyplatz 5, Berlin, wird von Dr. Johannes Czerwinski geleitet und arbeitet auf modernstem Niveau – etwa mit Lasertechnik und 3D-Diagnostik. Von der Prophylaxe über Zahnersatz, Implantate, Zahnästhetik bis hin zu moderner Wurzelkanalbehandlung und Kieferchirurgie arbeitet das spezialisierte Ärzteteam fachübergreifend. Durch langjährige Erfahrung und laufende Fortbildungen sind die Zahnmediziner immer mit den aktuellsten Behandlungsmethoden vertraut.

 

Christoph Schroeder

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