Technologie

Zehnmal leistungsstärkerer Akku in der Entwicklung

Ein Forscherteam um das Karlsruher Institut für Technologie hat einen Metallfluorid-Akku entwickelt, der eine zehnfach höhere Energiedichte verspricht als die gängigen Lithium-Ionen-Akkus. Allerdings handelt es bislang sich noch um einen Prototypen, der jedoch jetzt schon eine größere Ladekapazitäten pro Gramm besitzt als Lithium-Ionen-Batterien. Der vielversprechende Ansatz: Bei dem neuen Akkutypen werden pro Lade- und Entladezyklus mehrere Ladungseinheiten (Fluorid-Ionen) auf einmal gespeichert und übertragen, anstatt wie bislang nur eine Einheit (Lithium-Ion).

Der Prototyp benötigt eine Temperatur von 150 Grad Celsius. Daher versuchen die Wissenschaftler nun, den Ladungstransporter (Elektrolyt) so zu modifizieren, dass er auch bei niedrigerer Temperatur die Ladungseinheiten passieren lässt. Zudem muss noch die Beständigkeit über mehrere Ladungszyklen hinweg verbessert werden. Die Wissenschaftler sind jedoch zuversichtlich, entsprechende technische Lösungen zu finden. Die Marktreife liegt dadurch allerdings noch in einiger ferne. Künftig könnte der neue Akkutyp jedoch die Reichweite von Elektroautos deutlich steigern.

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