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Zeitungsmarkt: Zwischen Schwindsucht und ungebrochener Attraktivität

Der Zeitungsmarkt steht unter Druck: Mit steigender Beliebtheit der Onlinemedien geht ein häufig kolportierter Bedeutungsverlust der klassischen Tageszeitungen einher. So schrieb auch Alfons Pieper, ehemaliger stellvertretender Chefredakteur der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) in Essen kürzlich, dass der Zeitungsmarkt „von einer Schwindsucht befallen“ sei. Die Zeichen der Zeit würden auf Sturm stehen, „der den Verlegern und Journalisten ins Gesicht bläst“.

Deutliches Zeichen für einen Strukturwandel sind beispielsweise das Ende der renommierten Tageszeitungen „Frankfurter Rundschau“ und „Financial Times Deutschland“. Insgesamt ist die Auflage der Zeitungen von rund 23 Millionen vor zehn Jahren auf heute rund 18 Millionen gesunken.

Auch wenn momentan nur spekuliert werden könne, wie groß letztlich das Massengrab für den Zeitungsmarkt und die Printmedien werde, so der ehemalige FAZ-Redakteur Wulf Schmiese, ist ein Abgesang auf die klassische, gedruckte Tageszeitung verfrüht. Die Entwicklung verdeutlicht vielmehr, dass die Printmedien das Onlinegeschäft bislang sträflich vernachlässigt haben. Der Trend wird aber wohl zu einer wie auch immer gearteten Koexistenz gehen.

Newspaperswork zum Zeitungsmarkt

Den ungebrochen Bedarf an Printmedien und den Reiz von bedrucktem Papier veranschaulicht auf unterhaltsame Weise eine aktuelle Kampagne von www.newspaperswork.be auf Youtube.

 (mb)

Marc Brümmer

Ein Kommentar zu “Zeitungsmarkt: Zwischen Schwindsucht und ungebrochener Attraktivität

  1. Ich kaufe eigentlich nur noch sporadisch wöchentlich eine Tageszeitung, weil es die Online-Ausgabe im Einzelverkauf nicht gibt, sondern nur als Abo. Warum ich immer gleich ein Abo abschließen soll, erschließt sich mir nicht.

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