Technologie

Zusatzfunktion der Siemens Smart Meters macht die Stromnetze deutlich stabiler

Siemens Österreich hat zusammen mit dem Austrian Institute of Technology und mehreren österreichischen Netzbetreibern die hauseigenen Smart Meters (intelligente Stromzähler) weiterentwickelt. Mittels Power-Snap-Shot-Analysen (PSSA) liefern die intelligenten Stromzähler erstmals zeitsynchrone Netzkenngrößen höchster Genauigkeit aus dem Niederspannungsnetz. Die Daten bilden die Basis, die bislang stark vereinfachten Modellsimulationen über die Einspeiser und Verbraucher eines Ortsnetzes deutlich zu präzisieren. Dadurch kann die stark schwankende Einspeisung aus Erneuerbaren Energiequellen detailliert analysiert werden, so dass in der Folge die großen Sicherheitszuschläge um das Stromnetz stabil zu halten, deutlich sinken. Zugleich erhöht sich damit auch die Netzstabilität.

Mit den gewonnenen Detaildaten über die realen Zustände im Netz lässt sich die Netzinfrastruktur effizienter nutzen und auch der Strom aus Erneuerbaren besser einbinden. Die Smart Meter wirken dabei auch in die andere Richtung: Um Stromverbrauchsspitzen auszugleichen, können sie beispielsweise Verbrauchergruppen wie Elektroheizungen oder Wärmepumpen ohne Einbußen des Komforts für die Endverbraucher gezielt vom Netz nehmen.

Die neu entwickelte Funktion PSSA wird noch im laufenden Jahr 2012 auf den Markt kommen. Siemens Smart Meters, die bereits im Einsatz sind, können durch einen Firmware-Download ohne Verletzung der Eichgültigkeit mit der Zusatzfunktion nachträglich ausgestattet werden.
(mb)

 

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