Bayern

3. AGITANO Unternehmergespräche: “Eine Marke entwickelt sich – somit auch die Kommunikation” – Interview mit Alexander Maria Faßbender

AGITANO, das Wirtschaftsforum für den Mittelstand, veranstaltet Ende August/September 2013 die 3. AGITANO Unternehmergespräche in München. Unter dem Motto „Erfolg durch Marke – Konkrete (und bezahlbare) Wege für Mittelständler“ werden drei Experten zum Thema „Marke, Markenkommunikation und Markenrecht“ referieren. Interessierte Teilnehmer erfahren so alles über Markenbildung, Marken(kern)arbeit und Markenkommunikation – angepasst auf die Bedürfnisse im Mittelstand. AGITANO hat im Vorfeld ein Interview mit Alexander Maria Faßbender, dem Geschäftsführer von REAL Marketing, zum Thema Markenkommunikation geführt.

Hinweis: Die Veranstaltung wurde auf Ende August/September verschoben. Genauere Informationen folgen in Kürze. Für weitere Rückfragen steht Ihnen die Redaktion von AGITANO gerne zur Verfügung.

Alexander Maria FassbenderSchönen guten Tag Herr Faßbender. Bitte stellen Sie sich, Ihr Unternehmen und Ihre Tätigkeit zu Beginn kurz vor.

REAL Marketing ist eineKommunikations- und Marketingagentur. Wir befassen uns im Detail mit allen Bereichen der Vermarktung von Dienstleistungen, Menschen oder Unternehmen. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt dabei auf Content, Präsenz und Reichweite sowie dem Community Management. Wir bezeichnen unsere erfolgreiche Art des Marketings als Interferenz Marketing® – es kommt auf die Mischung an und darauf zu wissen was man warum tut. Dabei setzen wir auf Kommunikation.

Das Thema Ihres Vortrags ist „Erfolgreiche Markenkommunikation in Zeiten von Web 2.0“. Welche Möglichkeiten eröffnen sich für die Markenkommunikation im Internet?

Wenn man Kommunikation als echte Kommunikation versteht oder verstehen lernt und nicht lediglich „Plakatwerbung“ als Kommunikation betreibt, dann hat man mehr als nur Erfolg. Kommunikation bedeutet Dialog und Vermittlung von Wissen und Information. Die Konzentration auf Masse oder die Spezialisierung von bestimmten Kundengruppen – beides geht und beides ist erfolgreich. Man muss die Sprache verstehen und nicht nur die des gesprochenen Wortes.
Kundengewinnung und Kundenbindung sind nicht nur Möglichkeiten, die gegeben sind, das ist die Realität. Leider haben die Meisten es noch nicht umgesetzt geschweige denn verstanden, da ihr Geschäft noch funktioniert – die Frage ist allerdings, wie lange noch?

Einen besonderen Hype erhält derzeit das Empfehlungsmarketing in sozialen Netzwerken. Was gibt es hierbei zu beachten?

Empfehlungen sind grundsätzlich gut, das waren sie schon immer. Empfehlungen funktionieren aber nur, wenn Sie auch wirklich gut sind. Wenn nicht hat es weitaus größere Auswirkungen als früher. Der berühmte „Shit Storm“ ist das beste Beispiel dafür. Echtheit, Authentizität, Ehrlichkeit und keine Übertreibungen – lieber Tiefstapeln, um dann für eine Überraschung zu sorgen. Statt Wörter wie „MUSS“ lieber Modaloperatoren einbauen – hypnotische Wahlfreiheit und Neuromarketing sind hier die Schlüsselwörter. Das sind alles kleine Hinweise, wie Empfehlungsmarketing erfolgreich eingesetzt werden kann.

Wie kann ich für meine Marke die größte Reichweite erzeugen?

Da gibt es viele Möglichkeiten, wie Empfehlungsmarketing und vieles mehr. Ansonsten kann man sich immer fragen: Was ist vorhanden, welche Kontakte gibt es schon, welche Verbreitungsmittel nutzen wir schon und wieso läuft es da nicht so wie gewünscht?
Humor ist ein weites Mittel, das dafür sorgt, dass man in Erinnerung bleibt – durch Humor kann man Aufmerksamkeit erzielen und Unvergesslichkeit erzeugen. Allerdings liegt das Problem meistens nicht darin Reichweite zu erzeugen, sondern darin, diese zu halten und auszubauen – denn wer will schon ein “One Hit Wonder” sein?

Was sind häufige Fehler und Stolpersteine bei der Markenkommunikation?

Selbstüberschätzung. Nicht ins Handeln zu kommen, sondern zu viel im Denken zu bleiben. Nicht zu wissen, sondern zu glauben – zu glauben die Zielgruppe zu kennen, anstatt es zu wissen.
Daneben sind viele der Überzeugung zu wissen was Kommunikation ist und wie Sie funktioniert. Oftmals ist dann von Rhetorik und Kommunikationsregeln die Rede – das Entscheidende ist jedoch eine interpretationsfreie Kommunikation. Also eine Kommunikation ohne Emotionen, die auf den Punkt kommt –  ohne BlaBla. Eine Marke entwickelt sich und das gleiche gilt somit für die Kommunikation.

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