Wirtschaft

Aktienmärkte stürzen weltweit ab – USA voran

Die Börsen weltweit stehen weiter unter Druck. Die Kursstürze aus Europa und den USA haben sich erneut auch in Asien fortgesetzt. Nachdem Dax und Dow Jones die größten Tages-Verluste des Jahres erlitten, stürzte auch der Nikkei in Tokio um 3% ab, der Hongkonger Hang-Seng-Index verlor 4,1%. Einige Zeitungen titeln bereits von einem möglichen „Schwarzen Freitag“ – in Anlehnung an den Börsencrash 1929.

Der deutsche Dax fiel am Donnerstag den siebten Tag in Folge um 3,4% auf 6414 Punkte, den tiefsten Stand seit Oktober 2010. Das ist die längste Negativ-Serie seit zweieinhalb Jahren, mit insgesamt rund 13% Verlust. Die Aktienwerte der 30 Dax-Unternehmen sanken insgesamt um rund 100 Milliarden Euro.

Der US-amerikanische Leitindex Dow Jones stürzte am gestrigen Donnerstag um 4,31% auf den bisherigen Jahrestiefststand von 11.383,68 Punkte ab. Damit hat er innerhalb der letzten neun Tage – alle im Minus – 10,5% an Wert eingebüßt. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 4,78% auf 1200,07 Punkte und erlitt damit seinen größten Tagesverlust seit Februar 2009. Der Technologieindex an der Nasdaq sank ebenfalls auf sein Jahrestief von 2556,39 Punkten (-5,08%).Der Dow Jones Industrial verlor sogar über 500 Punkte. Grund ist die Sorge, dass die US-amerikanischen Sparanstrengungen die US-Wirtschaft abwürgen, mit negativen Folgeeffekten für die globale Wirtschaft. Mit großer Anspannung wird daher auf den anstehenden US-Arbeitsmarktbericht an diesem Freitag gewartet. Auch der Euro ist nach wie vor durch die Schuldenkrise unter Druck. Er schloss unter 1,42 Dollar (1,4113 Dollar). Dafür kämpfen die Schweiz und Japan mit immer stärker steigenden Währungen, der Goldpreis ist auf einem Rekordniveau.

Zu den Verlierern im gestrigen Handel zählten vor allem die Bereiche, die extrem konjunkturanfällig auf die Weltwirtschaft reagieren: Energiewerte (Erdöl), der Rohstoffsektor, sowie der Industrie- und Bankensektor.

Vor dem Hintergrund der weltweiten Börsen-Talfahrt wollen sich Frankreich, Deutschland und Spanien am heutigen Freitag abstimmen, um gemeinsame Schritte zu vereinbaren.

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