Wirtschaft

Apples Gewinn explodiert auf 7 Mrd. Dollar – im Quartal

Apples Umsatz stieg in den drei Monaten des zweiten Quartals 2011 um 80% auf 28,57 Milliarden Dollar. Davon blieben stolze 7,3 Milliarden Dollar als Gewinn hängen (+125%). Das war Apples bestes Quartal aller Zeiten. Sowohl Apple-Chef Steve Jobs („wir sind begeistert“) als auch die Analysten zeigten sich euphorisch, die Aktie schoss nachbörslich um 7% nach oben und durchbrach damit erstmals die 400-Dollar-Marke. Mit nun rund 370 Milliarden Dollar Unternehmenswert festigte Apple damit seine Position als das derzeit weltweit wertvollste Technologieunternehmen.

Als Zugpferde hatten sich wieder einmal die Verkaufsschlager iPhone und iPad herausgestellt. In dem abgelaufenen Quartal wurden mehr als 20,3 Millionen iPhone-Handys (+142%), 9,3 Millionen iPad-Tabletcomputer (+183%) und rund 4,0 Millionen Mac-Rechner (+14%) verkauft. Bei diesen Absatzzahlen tun sich Probleme ganz anderer Art auf: Man habe jedes iPad verkauft, das man habe herstellen können. Demnach hätte Apple bei einer höheren Produktion noch mehr Geräte absetzen können.

Grundlage des Erfolgs ist vor allem auch das sensationelle Marketingkonzept des Konzerns, mit dem es einen Hype nach dem anderen um seine Produkte auslösen kann. Selbst Boykottaufrufe der Arbeiter in den asiatischen Zulieferfirmen (Foxconn), die wiederholt gegen die schlechten Arbeitsbedingungen protestieren (Selbsmordserie, Dumpinglöhne, Einsatz selbst in China nicht erlaubter Chemikalien), können dem Markenimage in den Augen der treuen Fans nichts anhaben (siehe: verantwortungsbewusste Käufer sollten ihre Verbrauchermacht einzusetzen, anstatt der Marketingmaschinerie willenlos zu erliegen).

ElSchnuppero

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